GTA 4 mehr als 10 Millionen Mal verkauft – Xbox 360 Version ist erfolgreicher

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Rockstar hat gestern seinen Finanzbericht für das dritte Quartal 2008 veröffentlicht, und wer zwischen den Zeilen liest, findet eine ganze Reihe an interessanten Informationen, auch für Nicht-BWLer. Golem.de berichtet auch darüber.

Da man sich in so einen Finanzbericht ziemlich aufmerksam einlesen sollte, hier nur die für Gamer interessantesten Fakten:

Im dritten Quartal lag die Anzahl der Erlöse für die gesamten Verkäufe für die Xbox bei 44%, und für die PS2 bei 37%. Den Rest (19%) teilen sich Wii, DS, PC und weitere Plattformen. Dieser “Publishing revenue platform mix” besteht also aus der absoluten Summe der für die Plattform verkauten Titel, mit denen ein Gewinn erwirtschaftet wurde. Man muß kein großes Genie sein, um zum Schluß zu kommen, das ein sehr großer Teil davon aktuell von GTA 4 kommt. Das wiederum bedeutet, das sich die Xbox 360-Version tendenziell besser verkauft hat. An der Qualität der Version dürfte es positiv gesagt nicht liegen – auf der PS3 sieht es nur marginal anders aus und ist im Grunde genommen genauso gut. Vermutlich hat die Xbox 360 bei den Core-Gamern eine etwas größere Reichweite, und die Ankündigung der Xbox-exklusiven Downloadinhalte dürfte ebenfalls ein gewisses Gewicht für diese Zahlen sein.

In jedem Fall ist GTA 4 für Roclstar so eine Art Lizenz zum Gelddrucken:

“Net income for the third quarter was $51.8 million or $0.67 per share, compared to a net loss of ($58.5) million or ($0.81) per share in the third quarter of fiscal 2007.”

Das sind sehr beeindruckende Zahlen, in dritten Quartal 2007 lag noch ein Verlust von 58,5 Millionen Dollar an, im dritten Quartal 2008 wurden im Vergleich daraus 51.8 Millionen Dollar Gewinn. Da sollte Take Two den Jungs von Rockstar vielleicht mal einen kleinen Präsentkorb schicken ;-)

Der Gewinn hätte jedoch noch höher ausfallen können:

“$5.4 million in professional fees and legal expenses, primarily related to Electronic Arts’ unsolicited tender offer ($0.07 per share)”

Die ganze Übernahmegeschichte durch EA hat also allein 5.4 Millionen Dollar gekostet, mit bislang keinen greifbaren Ergebnissen. Das ist en schönes Beispiel, wie profitvernichtend legal issues und Übernahmephantasien sein können. Neben dem Verlust an Arbeitsplätzen ist auch bei wirtschaftlichen Schwergewichten keine pauschale Erfolgsgarantie da.  Aber erstmal genug BWL-Krams für heute ;-) Ich sollte lieber endlich mal GTA durchspielen, viel fehlt nicht mehr bis zum Abspann.

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GTA 4 Downloadable Content kommt vermutlich im November 2008

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Laut bislang noch nicht bestätigten Rockstar-nahen Quellen erscheinen gegen Ende November 2008 die downloadbaren Inhalte für Grand Theft Auto 4 exklusiv bei Xbox Live. Dies berichtet Eurogamer. Über den Inhalt des Addons existieren bislang nur sehr vage Vermutungen. Es soll zwei neue Episoden geben mit einer Gesamtspieldauer von etwa 10 Stunden. Ob diese Episoden in einer anderen Stadt spielen, oder bislang nicht gekannte Nebenmissionen in Liberty City sind, ist aktuell der Stand der Spekulationen. Sehr wahrscheinlich ist, das Erfolge bei diesem Add-On mit freischaltbaren Achievements belohnt werden. Über den Preis ist bislang noch nichts bekannt.

Auf jeden Fall ist dieses Add-On für GTA IV mehr oder minder zum Erfolg verdonnert: Microsoft hat sich die Exklusivität angeblich 50 Millionen Dollar kosten lassen, und den Content schon zum Release von GTA IV im April angekündigt. Nachdem der Hype um das Hauptprogramm absolut gerechtfertigt war, und die Serie die gesamte Videospielbranche in neue wirtschaftliche und kulturelle Sphären geführt hat, wird man sich auch bei der neuen Erweiterung wohl keine Blöße geben. Bislang liegen weder von Rockstar noch von Take Two irgendwelche offiziellen Bestätigungen vor, da müssen wir uns als Spieler wohl noch gedulden. Aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.
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Neue Preissenkung der Xbox 360 in den USA

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Wie heute durch die Presse geistert, wird in den USA am 4. September die Xbox 360 in allen Varianten günstiger:

Xbox 360 Arcade $199
Xbox 360 $299
Xbox 360 Elite $399

Damit gerät Sony zusehends unter Druck, die PS3 ist in der günstigsten (und  gleichzeitig faktisch einzigen) Version mit 80 GB HDD aktuell in den USA für 399 Dollar zu haben, exakt soviel wie bei der Xbox jetzt das Topmodell mit 120 GB HDD kostet. Mir liegen keine genauen Verkaufszahlen und Marktanteile der einzelnen Xbox 360-Versionen vor, ich würde aber mal tippen das die Pro-Version sich für Core-Gamer, also den typischen Spieler, am besten verkauft. Und da sind 100$ Preisunterschied schon ein Argument.

Die Arcade-Version kostet sogar weniger als die Wii, die offiziell 250 Dollar kostet. Durch die Wii-Knappheit liegt der Preis allerdings in Wirklichkeit gut und gerne 50 Dollar höher. Das neue Angebot von Microsoft könnte für Nintendo also zur Unzeit kommen, vor allem wenn es Microsoft gelingt, mehr auf die Gruppe der Casual Gamer zuzugehen. Mit Rockband, Lips, den Avataren mit dem nächsten Dashboard-Update und Konsorten ist man da auf einem guten Weg.

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Verbote von Computerspielen: “ein schlechter bayerischer Running Gag in Wahlkampfzeiten.”

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Seltsame Signale aus dem Süden unserer schönen Republik: Während anderenorts allmählich die Erkenntnis greift, das Computer- und VIdeospiele möglicherweise doch eher als Kulturgut und nicht als Werk des Teufels zu betrachten sind, ist die CSU in Bayern anderer Meinung. Pünktlich zum allmählich dort startenden Wahlkampf möchte der bayerische Innenminister Hermann (CSU) wieder eine politisch scheinbar sichere Keule schwingen: Killerspiele sollen verboten werden.

Der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, der Deutsche Kulturrat hat aus Berlin dazu einen sehr eindeutigen Kommentar gegeben:

Eigentlich war die Debatte um das Verbot von gewalthaltigen Computerspielen längst beendet. Sowohl in der Politik als auch in den Verbänden bestand Einvernehmen, dass die Kraft besser in die Ausbildung von Medienkompetenz bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie in die Auszeichnung guter Computerspiele gesteckt werden sollte, statt in einen Verbotsaktionismus zu verfallen, der in Zeiten des Internets ohnehin schwer durchsetzbar ist. Anerkanntermaßen hat Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten besonders strikte Jugendschutzregelungen und das ist auch gut so. Handlungsbedarf besteht darin, gewaltfreie, anspruchsvolle Computerspiele stärker bekannt zu machen. Der geplante Deutsche Computerspielepreis der Bundesregierung zielt genau in diese Richtung und ist daher eine positive Maßnahme. Dem Vernehmen nach bemüht sich gerade die Bayerische Staatsregierung besonders darum, dass der Preis in München verliehen wird. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach dem Verbot von Computerspielen ein schlechter bayerischer Running Gag in Wahlkampfzeiten.

Dieses klare und meiner Meinung nach wunderbar deutlich Statement macht einen weiteren Kommentar zu dem, was sich derzeit in Bayern tut, fast schon überflüssig. Das Gute: plumpe Verbotsforderungen und Pauschalisierungen, die offenbar nur auf die Stimmen von Wählern abzielen, die sich mit der Materie nicht auskennen, verlieren allmählich ihre Wirkung. Ja, Spiele SIND ein Kulturphänomen und in weiten Teilen Kunst, die Akzeptanz dafür wächst zum Glück und endlich bewegt sich die Wahrnehmung in eine sachliche, nicht pauschalisierende Richtung. Ein Blick in die jüngere Geschichte zeigt etliche Beispiele, bei denen es ähnlich war. Heute würde jemand, der sich für ein Verbot von Jeans, Rock´n´Roll  und VHS-Kassetten stark macht, nicht mehr ernstgenommen werden und eher mitleidig belächelt. In ein paar Jahren wird das bei Computer- und Videospielen nicht anders sein.

UPDATE: Mittlerweile ist die News auch auf Golem.de aufgetaucht und sorgt, wie nicht anders zu erwarten war, wieder mal für heftige Diskussionen.

UPDATE 2: Diesmal scheint sich das ganze noch mehr zu einem Bumerang für die CSU und ihre kompromisslose Linie zu entwickeln. Das Thema dreht immer fleißiger durch die Presse seine Runde, auch die PC-Games ist auf den Zug aufgesprungen. Sie bietet eine Protestaktion auf, mit dem Namen “Ich wähle keine Spielekiller“. Der Verlag der Zeitschrift sitzt in Fürth (Bayern) und die PC-Games ist eines der auflagenstärksten Print-Blätter im PC-Bereich. Bleibt zu hoffen, das das Beispiel Schule macht und auch die letzten Politiker merken, das Spieler eine immer stärker wachsende Wählerklientel sind, auf deren Rücken man immer schlechter mit stumpfen Verbotsforderungen Wahlkampf machen kann. Bei Golem.de gibts noch ausführlichere Informationen zu der Aktion.

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Ist die Xbox 360 technisch ausgereizt?

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Rod Fergusson von Epic Games, ein Entwickler der Gears of War Reihe, hat in einem Interview einen Ausblick auf die technische Zukunft der Xbox 360 gegeben. Demnach sollen grafische Verbesserungen bis 2010 im Bereich des möglichen liegen, danch ist was den sichtbaren Bereich angeht das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Unreal-Engine 4, auf der die nächsten Versionen von Gears of War und Unreal Tournament laufen, wird schon für die nachfolgende Konsolengeneration von PS3 und Xbox 360 optimiert werden. Tim Sweeney, der Chef von Epic Games rechnet mit der Einführung der nächsten Konsolengeneration um das Jahr 2010 herum.

Wie realistisch ist diese Einschätzung?

Schauen wir uns mal an, wann die aktuelle Konsolengeneration auf den Markt gekommen ist:

Die Xbox 360 kam Ende 2005 auf den Markt, sie wäre im Jahr 2010 demnach im 5. Jahr des Produktlebenszyklus. Bislang kenne ich von seiten Microsoft her keine richtige Prognose, geschweige denn einen Plan, wie lange das Produkt in der aktuellen Form auf dem Markt sein wird. Die Xbox 1 wurde in etwa von 2001 bis 2005 verkauft, das entspricht also einem Zeitraum von gut 4 Jahren. Die kurze Zeit und die ziemlich schnelle EInstellung hatte mehrere Gründe, in der Summe muss man die erste Xbox eigentlich als großen Versuchsballon bezeichnen, ihr Nachfolger ist bis auf die teilweise Abwärtskompatibilität ein wesentlich ausgereifteres Konzept. So radikale Schnitte hat Microsoft in der Vergangenheit, trotz aller Unkenrufe über mitgeschleppte Altlasten, schön öfters gemacht. Weitere Beispiele sind der Sprung von Windows 3.11 auf Windows 95, das schnelle Ende von Windows ME, oder die Umstellung des Bedienkonzepts von Office 2003 auf Office 2007.

Bei der Xbox 360 stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie über das Jahr 2010 noch im Handel bleibt, auch das Thema Abwärtskompatibilität ist, allein schon wegen der viele größeren Konsolenbasis in dieser Generation, wichtiger als noch bei alten Xbox 1 Spielen. Ich würde tippen, das noch bis mindestens 2011/2012 die Xbox 360 als low budget Gerät zumindest nicht ganz vom Tisch ist. Das das gut funktionieren kann, hat Sony mit der PS2 gezeigt, die sich (teilweise zu Sonys Leidwesen) immer noch akzeptabel verkauft. DIe PS2 ist immerhin schon acht Jahre auf dem Markt. Bei der Xbox 360 kommt begünstigend noch hinzu, dass sie von der Technik her sehr nahe am PC ist, Ports also nach wie vor einfacher sind als beispielsweise zur PS3.

Die PS3 soll, so ist aus mehreren Quellen zu hören, einen Lebenszyklus von 10 Jahren haben. Das halte ich für etwas zu optimistisch, weil der PS2-Dauerverkauf auch nach Erscheinen der PS3 eine ziemlich einmalige Chance in der bisherigen Geschichte der Branche war. Denn heute lauert im unteren Preissegment ein Wettbewerber, der für Gelegenheitsspieler bereits jetzt eine sehr starke Alternative ist: Nintendo. Auf der PS3 ist die Spieleentwicklung, was Kassenschlager angeht, zwar einigermaßen erfolgreich, aber eben doch stark auf Core Gamer ausgerichtet, wie Xbox 360 im Übrigen auch. Der Wechsel auf breitere Nutzerschichten hat gerade erst begonnen. Nintendo hat mit Wii das Prinzip der Fokussierung auf Casual-Gamer von Anfang an verfolgt und eine entsprechend breite Nutzerbasis. Für mich ist die Kleintel, die eine Wii mit Wii Sports und Wii Fit etc. daheim stehen hat durchaus ähnlich wie jene, die noch eine PS2 mit Singstar-Bundle kaufen.

Dazu kommt, das die PS3, würde sie nur bis 2010 wirklich erfolgreich sein, damit nur gute 4 Jahre auf dem Markt wäre. Das ist doch etwas arg kurz. Wenn man sich mit der Cell-Architektur, also dem technischen Herz der PS3 beschäftigt, dann sind noch viele Optimierungen möglich, bei entsprechendem Aufwand eventuell sogar etwas mehr als bei der Xbox 360.

Eine der spannendsten Fragen wird also in Zukunft sein, wieviel man aus der Achitektur der beiden Konsolen noch herausholen kann, wenn scheinbar das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist. Das es auch danach noch viele Überraschungen geben kann, hat sich in der Vergangenheit schon oft gezeigt. Die letzten Spiele für den seligen C-64 sind intensivster Optimierung zu verdanken, und auch auf der PS2 hat im Jahr 2005 ein gewisses God of War auch trotz der Xbox 360 im Rückspiegel für Aufsehen gesorgt. Wir als Spieler dürfen also durchaus hoffen, das sich in diesem Fall die Geschichte wiederholt.
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Schaden gebrauchte Videospiele der Branche?

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Nach mehreren sehr erfolgreichen Jahren mit auch hierzulande sehr starkem (zweistelligem) Wachstum macht man sich Jens Uwe Intat, Europachef von Electronic Arts in einem Interview mit Gamesindustry.biz seine Gedanken über den Gebrauchtspiele-Markt. Golem.de hat sich aus dem Interview u.a. folgendes, sehr interessantes Zitat herausgepickt:

“Wir wollen Geschäftsmodelle aufbauen, die mehr und mehr über das Internet laufen und online zusätzliche Dienste und Inhalte zur Verfügung stellen. Auf die Art erkennen die Leute den Wert darin, nicht nur eine Disk zu kaufen und damit zu Hause zu spielen, sondern diese Spiele tatsächlich online zu spielen und dafür zu bezahlen.”

Zunächst mal ist gegen diese grundsätzliche Überlegung nichts einzuwenden. Wenn man sich mit dem Inhalt näher beschäftigt, ist die Kernaussage, das ein Spieler ein Spiel nicht nur als Datenträger kaufen soll, sondern das über zusätzliche Online-Inhalte ein Mehrwert geschaffen werden soll, gegen Bezahlung versteht sich. Die Fragen sind: Wie neu ist dieses Modell? Und wo sind da die Knackpunkte?

Meiner Meinung nach ist es nicht neu. Man schaue sich Xbox-Live an. Für Oblivion gibt es dort eine Reihe kleinerer Addons sowie mit Shivering Isles ein großes Erweiterungspack. Und für alle, die keine schnelle Internetanbindung haben, gibt es zumindest Shivering Isles auch im Laden zu kaufen.  Ich habe mir die Erweiterung ganz klassisch im Laden gekauft, weil ich meine Spiele nach wie vor am liebsten im Regal stehen haben möchte. Aber: Wäre schon das Hauptspiel nicht so gut gewesen, würde mich die Erweiterung nicht reizen. Die Liste an Spielen mit verfügbaren Erweiterungen, Map Packs etc. wird jeden Tag länger.

Damit sind wir beim ersten echten Problem: Zusatzcontent funktioniert nur dann gut, wenn schon das Hauptspiel ein Erfolg ist. Ansonsten dürften die Verkaufszahlen schlicht zu niedrig sein, weil wenig bzw. kein Anreiz besteht, in der Spielewelt noch länger zu bleiben.

Und was ist mit Spielen, die eigentlich nur auf Singleplayer-Modi ausgelegt sind? Auch hier sind die beiden Extreme schnell an einem Beispiel festzumachen: Oblivion und Word of Warcraft. Letzteres ist bekanntlich noch nicht mal für Konsolen erschienen. Ich finde MMORPG´s sehr interessant, habe aber schlicht keine Zeit, regelmäßig zu spielen. Blizzard feiert große Erfolge, keine Frage, aber WoW ist eben sehr zeitaufwändig und benötigt dauerhaft eine Verbindung ins Internet. Nicht jeder Spieler hat die Zeit und die Möglichkeit dazu. Und so sind reine Online-Spiele im Grunde eine weitere Nische.

Wo greift ein Gebrauchtspiele-Markt? Ich denke, bei Spielen die primär für Singleplayer ausgelegt sind. Das ist etwas, was es schon seit vielen Jahren gibt, mit dem rasanten Wachstum der Branche kommen auch mehr preisbewußte Käufer dazu. Rechtlich ist da wohl kaum etwas gegen zu unternehmen. Und hat sich ein Titel wie GTA IV nicht neu so erfolgreich verkauft, wie noch kein Unterhaltungsprodukt vorher? MIch persönlich hat der Kauf von Gebrauchtspielen ohne so ein großes finanzielles Flop-Risiko schon zu so mancher Spiele-Perle gebracht, deren Nachfolger ich allein schon aus purer Vorfreude direkt vorbestellt habe. Weils so schön paßt, hier mein Paradebeispiel: Hätte ich The Elder Scrolls III: Morrowind nicht gebraucht gekauft, wäre ich niemals bei The Elder Scrolls IV: Oblivion gelandet.

Deswegen würde ich mir folgendes wünschen, liebe Spiele-Publisher:

Bei Online-Titeln: Ja, bitte bitte mehr guten Content zum Download, damit man in der Welt noch länger etwas zu entdecken hat. Funktioniert aber nur bei Titeln, wo auch schon das Hauptprogramm erfolgreich war. Die werden im Gebrauchthandel wohl eher weniger auftauchen. Oder liegen bei Gamestop seit neuestem viele gebrauchte WOW´s rum? ;-)

Bei Singleplayer-Titeln (offline): Hier gibt im Prinzip dasselbe wie bei den Online-Pendants, aber: Lasst den Spielern die Möglichkeit, auch ohne Internetverbindung  und ohne zusätzlichen Paid Content das volle Hauptprogramm zu genießen. Und bei erfolgreichen Titeln ist der Gebrauchtmarkt meiner Meinung nach mehr Chance als Risiko. Ein gebrauchtes hochbegehrtes Spiel ist doch die beste Werbung, den Nachfolger direkt zu kaufen, damit man nicht noch länger darauf warten muss. Dafür muss dann eben die Qualität stimmen.

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Entlassungen bei LucasArts

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Bei LucasArts werden Stellen gestrichen (vollständige News hier). Diese News an sich ist erstmal nur eine von vielen, die durch meinen täglichen Newsticker rauschen. Aber Moment mal – was macht diese Firma eigentlich heute? Als alter Adventure-Freund zieren noch heute dutzende große PC-Spiel Pappschachteln mein Regal, nur sind diese mittlerweile samt und sonders mehr als 10 Jahre alt. Ein Jahrzehnt! Mir ist durch diese News erst wieder bewußt geworden, wie lange ich von LucasArts nichts mehr gekauft habe. Das stimmt mich schon etwas nachdenklich.

LucasArts – das war mal ein großer Name für alle Fans von Adventures der Spitzenklasse, Monkey Island, Indinana Jones, Sam&Max und wie sie nicht alle hießen. Leider hat LucasArts sich aus diesem Genre mehr oder minder vollständig verabschiedet, viele Lizenzen sind in der Versenkung verschwunden (Monkey Island), andere nur noch im Actionbereich angesiedelt (Indy), oder als Fanprojekt weiterentwickelt (Maniac Mansion, DOTT) und nur Sam&Max hatten das große Glück, mit Tellatale Games ein kompetentes neues Zuhause zu finden. By the way: Sam& Max Season 1 und 2 sind einfach toll, und ein gutes Beispiel das Adventures eben doch zeitgemäß sein können, und kommerziell nicht ganz unerfolgreich.

Oder kennt noch jemand Tie Fighter und X-Wing? Rebel Assault anyone? Leider haben sich die Zeiten bei LucasArts sehr geändert, und man findet überwiegend Action- und Strategietitel im Star Wars Universum. Für den Cashflow ist das bestimmt gut, aber dieser frühere gefühlte Qualitätseindruck, dieses Unverwechselbare und Innovative wie bei sehr vielen älteren Titeln ist leider zumindest für mich nicht mehr spürbar. Das mag daran liegen, das Topseller in den Bereichen Grafik und Spielmechanik immer ähnlicher werden, und gerade dann sind kreative Köpfe gefragt. Das es funktioniert, hat z.B.  die neue Generation von Sam&Max gezeigt: Ein Episodensystem, gute Grafik und bissiger Humor haben dieses wohlige alte Adventure-Gefühl sofort zurückgebracht. Wo sind heute die kreativen Köpfe bei LucasArts?

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GTA 4 schon illegal im Internet verfügbar

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Und wieder mal ist es passiert: Ein großer Titel ist kurz vor dem offziellen Release im Internet aufgetaucht. Wie Golem.de berichtet, kursiert die PAL-Version auf diversen schwarzen Kanälen, angeblich von einer Gruppe namens iCon verbreitet. Wow, wie geil ist das denn?

Rein gar nicht, weil es als sehr gesichert gelten darf, dass Take2 den Leutchen, die sich das verfühte Vergnügen gönnen wollen, alle juristischen Mittel entgegensetzt. Und mal ganz ehrlich, die Risiken für das bisschen Extra-Fun dürften einfach zu hoch sein. Man benötigt eine gemoddete Xbox 360 (was schonmal den Ban von Xbox-Live so gut wie sicher macht), sollte dann auf gar keinen Fall vor nächster Woche mit der Konsole online gehen (wenn man dann immer noch so verrückt ist, und sich das mit der gemoddeten Konsole traut) und Achievements speichern sowieso schonmal nicht, also raus mit der Festplatte. Das klingt nach den perfekten Zutaten, kurz vor dem Release die Vorfreude mit einem riesigen Schwung potentieller Probleme zu tauschen. Und das wegen einem einzigen Spiel? Nein Danke.

Es bleibt dabei, meine Xbox bleibt ungemoddet, das Spiel wird am Dienstag ganz normal im Laden gekauft und gut is. Das gilt sowohl für die Vorfreude als auch für das Gewissen. Man sieht sich in Liberty City.

Licht und Schatten – Mein persönliches PS3-Review Teil 1

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Nach dem offiziellen Ende der HD-DVD ist klar: Für dieses Format wird es nicht mehr lange Filme geben. Neben der Chance, jetzt sehr viele HD-DVD Schnäppchen zu machen (dazu mehr in den nächsten Tagen), ist damit für mich als High Definition Fan klar geworden, dass über kurz oder lang ein Blue Ray Player her muß. Ein Vergleich der Standalone-Player im unteren Preissegment hat mich nicht wirklich überzeugt ein Gerät von Samsung wäre zwar in die engere Wahl gekommen, aber einer Vorerfahrung mit deren Releasepolitik habe ich davon dann doch Abstand genommen. Zuvor habe ich mich für den Samsung BD-UP 5000 interessiert, bin HD-DVD/Blue Ray Kombiplayer, der wohl in den USA erschienen ist, und hierzulande für Anfang 2008 angekündigt war. Ganz offenbar ist mit dem Ende des HD-DVD-Formats dann dieser Player doch nicht mehr ins Sortiment aufgenommen worden. Natürlich ohne jede Mitteilung. Bei Preisen um die 10 Euro für die durchschnittliche HD-DVD finde ich diese Politik doch fragwürdig, es dürfte einige wechselwillige Käufer geben, die gerne auch Blue Ray schauen wollen, aber auf Dauer auch Ihre HD-DVD Sammlung nicht nur als Staubfänger sehen. Und für diese Klientel (mich eingeschlossen) wäre so ein Kombigerät die erste Wahl gewesen. Es wurde angekündigt, es scheint doch nicht zu kommen, die Konsequenz ist das ich mit Ankündigungen dieser Firma vorsichtig sein werde in Zukunft.. Das es auch ganz anders geht, bewies in der letzten Woche Microsoft: Für deren HD-DVD Laufwerk gibt es ein neues Update über XBL, das vermutlich einige Verbesserungen enthält. Bei anderen Firmen wäre man wohl nicht mal im Traum auf die Idee gekommen, bei einem eingestellten Produkt mehr zu tun als unbedingt notwendig. Bei mir jedenfalls liefen auch die technisch neuesten HD-DVD´s (z.B. Terminator 2) vor dem Update ohne Probleme, es wird sich vermutlich um kleinere Korrekturen im Detail handeln, eine Art letztes Finish. Umso löblicher, das ausgerechnet die viel gescholtene Firma Microsoft ihre Kundschaft scheinbar nicht so leicht vergisst wie einige andere Unternehmen.

Bleiben wir beim Thema BR-Player. Nachdem mir also im unteren Preissegment die Geräte nicht besonders gut gefielen, sei es wegen der technischen Ausstattung für den Preis oder der jeweiligen Firmenpolitik, habe ich mich letzten Endes doch für die PS3 als BR-Player entschieden. Die Frage war nur noch, welche Version ich nehmen sollte. Eine Recherche im Internet ergab für die 60 GB-Version als Bundle Preise im Bereich von 700-1000 Euro. Das ist für eine Konsole, die vermutlich hauptsächlich als Filmabspielgerät dienen wird, eindeutig zu viel für meinen Geschmack.

 

Bleibt also die 40 GB-Veriante, die eigentlich mit dieser geringen Festplattengröße ein technologisches Eigentor ist. Warum ist das so? Im Gegensatz zur Xbox 360 müssen immer mehr PS3-Spiele vorher installiert werden. Über die näheren Gründe werde ich mich in Zukunft noch genauer auslassen. Jedenfalls hat das zur Folge, das für einige Spiele mehrere Gigabyte an Festplattenplatz verbraten werden. Bei Gran Turismo 5 Prologue sind das inklusive Online-Patch mal eben knackige 6 GB. Man muß kein studierter Mathematiker sein, um abzuschätzen, dass der Platz also ziemlich schnell knapp werden kann. Die einzige sinnvolle Lösung also ist der Tausch der internen Festplatte, am besten direkt von Anfang an. Zum Glück macht es Sony dem Benutzer da relativ einfach, ein Wechsel ist über eine kleine Serviceklappe an der Seite der Konsole ohne weiteres machbar und wird auch im Handbuch offiziell dokumentiert. Es entfällt also nicht die Garantie. Als Festplatte kann man praktisch jede 2,5“ SATA-Festplatte verwenden, eine Festplattengröße die hauptsächlich bei Notebooks zum Einsatz kommt. Ich habe das Glück, das ich noch eine solche Festplatte bei mir zuhause herumliegen hatte, immerhin 160 GB groß, und damit das vierfache von dem was ab Werk von Sony angeboten wird. Nach dem Kauf führte also der erste Weg in die heimische Bastelbude, wo ich bewaffnet mit zwei Schraubenziehern der Konsle auf den Leib rückte. Der Wechsel an sich ist schnell erledigt, nach guten fünf Minuten ist diese Aktion vollzogen. In diesem Punkt ist die PS3 in jedem Fall die kundenfreundlichere Lösung, verglichen mit der Xbox 360. Man muss zwar eben selbst Hand anlegen, dafür gibt es bei Microsoft leider nicht die Möglichkeit, eine beliebige Festplatte zu verbauen, es existiert nur ein 120 GB-Modell, das genau wie die Standardfestplatte an der Gehäuseseite eingeklipst wird, und mit 180 Euro deutlich teurer ist, als vergleichbare SATA-Platten aus dem freien Handel.

Nach der Installation muss die PS3 Systemsoftware komplett neu installiert werden, was mittels eines Firmware-Updates von der offziellen Seite z.B. über einen USB-Stick erfolgen kann. Ganz wichtig: Der Stick erfordert eine bestimmte Ordnerstruktur, um das Update auch zu erkennen, leider kann sich die Konsole das Update nicht direkt aus dem Root-Verzeichnis des Sticks holen. Danach dauerte es ungefähr eine Stunde, bis die Konsole bereit war. Was sofort ins Auge bzw. ins Ohr fällt, ist das die PS3 im Vergleich zur Xbox 360 sehr leise ist. Dazu sollte man wissen, das bei der 40 GB-Version bereits 65nm Prozessoren zum Einsatz kommen, die weniger Strom verbrauchen und damit auch weniger Abwärme produzieren als noch bei der 60 GB-Version. Bei neueren Xbox-Versionen hat sich das zwar auch etwas verbessert, wobei dort das DVD-Laufwerk auch einen großen Teil der Geräusche ausmacht, für den Spielbetrieb jedoch einige Vorteile gegenüber der PS3 bringt. Wenn man allerdings nur die Geräuschkulissen vergleicht, dann hat meine Xbox 360 mit dem ersten Produktionsdesign (Codename Zephir) da ganz klar das Nachsehen. Mircosoft sollte da in Zukunft auf jeden Fall nachbessern. Schön gelöst ist bei Sony, das das Netzteil ins Gehäuse integriert ist und einen Netzschalter hat. Aber was hat man sich nur bei dem Gehäuse gedacht? Über Design lässt sich bekanntlich wenig bis gar nicht streiten, es ist eine reine Geschmackssache. Nur warum hat sich Sony für so einen hochglänzenden empfindlichen Kunststoff entschieden? Es sieht zwar sehr edel aus, aber bereits nach zwei Tagen sieht man auch in einem sehr gepflegten Konsolenschrank jedes kleinste Staubpartikelchen. Und warum muss am Bereich der USB-Anschlüsse der gleiche sehr empfindliche Kunststoff sein? Ich kenne niemanden, der immer und sofort einen USB-Stecker richtig einsteckt, was bedeutet, das über kurz oder lang an den Stellen Kratzer vorprogrammiert sein werden. Für mich eine Unart, das Design so stark vor Funktion gestellt wird. Die Xbox 360 sieht zwar nicht so glamourös aus, wirkt aber im Vergleich dazu wie der robuste Kumpel, den man auch mal ohne große Vorkehrungen einpacken und zu Freunden mitnehmen kann. Mit der PS3 würde ich mich das ohne Spezialtasche nicht trauen, bei der Konkurrenz klappt das mit meiner Notebooktasche ohne Probleme.

Was bleibt bei den Äußerlichkeiten? Die Controller, und bei denen scheiden sich bekanntlich die Geister. Auf der einen Seite haben wir mit dem 360-Controller in der Wireless-Version die Möglichkeit, ganz normale AA-Akkus oder auch normale Batterien zu verwenden. Bei der PS3 muss das Gamepad über ein USB-Kabel an der Konsole geladen werden, und der Akku ist offiziell nicht tauschbar. Der Grund wird wohl sein, dass der PS3-Controller im Vergleich zur 360 um einiges kleiner geraten ist. Habe ich noch bis vor drei Jahren auf dieses Design geschwärmt, finde ich nun im direkten Vergleich den 360-Controller ergonomisch besser, er wirkt weiter entwickelt. Besonders auffällig ist, dass die Trigger beim PS3-Controller (also die Tasten L2 und R2) deutlich weniger Halt für die Zeigefinger bieten als bei der Konkurrenz. Ich habe den Eindruck, dass diese ziemlich kurzfristig vor Serienanlauf eingebaut wurden. Das gleiche gilt für die Sixaxis-Techlogoie. Der PS3- Controller ist mit Sensoren ausgestattet, die den Neigungswinkel feststellen können. Das kommt Wii-Benutzern vermutlich bekannt vor, nur das bei der Wii auch die Position der Controllers im Raum erkannt werden kann und die Beschleunigung. Da die PS3 so etwas wie die Sensor Bar der Wii nicht hat, fehlen diese Funktionen. Dafür fehlt dem PS3-Controller die Rumblefunktion. Hieß es zunächst bei Sony noch, das man das nicht mehr anbieten möchte, weil die Spieler das angeblich nicht mehr brauchen, hat sich das in jüngster Zeit geändert. Nachdem ein Rechtsstreit mit der Firma Immersion beigelegt ist, wird in Kürze eine Dual-Shock Version des Controllers bei uns in den Handel kommen, die die Sixaxis-Funktion allerdings auch beibehält. Weil Immersion Patente an der Rumble-Technologie hat, ist wohl eher der Rechtsstreit der Grund für die Verzögerungen gewesen.

 

Ich kann mich im Ergebnis nicht gegen den Eindruck wehren, dass Sony mit dem Controller die eierlegende Wollmilchsau entwerfen wollte, hier das original PlayStation Design, da noch eine Prise 360-Triggertasten, und noch ein bisschen Wii obendrauf. Der Controller an sich ist gar nicht so schlecht, aber die zusätzlich aufgesetzt wirkenden Features hätte man entweder gründlicher einbauen sollen von Beginn an, oder das Controller-Design deutlicher überarbeiten. Microsoft hat da in der Vergangenheit bei der Evolution vom Xbox-Controller mehr Geschick bewiesen, wenn man den Sprung vom Ur-Xbox.Controller über die kleinere S-Version bis hin zum 360 Gamepad bedenkt.

Soviel zu den Ersteindrücken, in Teil 2 werde ich mich näher mit dem Software-Angebot der beiden großen Rivalen beschäftigen.

 

Die HD-DVD ist am Ende, Toshiba steigt aus.

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Was sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet hatte wird jetzt zur Gewißheit. Wie Golem.de meldet, wird Toshioba keine HD-DVD Geräte mehr herstellen. Das bedeutet natürlich gleichzeitig auch das Ende für die Entwicklung der HD-DVD. Die HD-Player, Rekorder und PC-Laufwerke werden nur noch bis Ende März 2008 ausgeliefert, danach ist praktisch kein Gerätemarkt mehr vorhanden. Der Support wird auch danach noch angeboten, aber mit dem Ende der letzten Gewährleistungsfrist für den zuletzt ausgelieferten Player wird auch damit Schluß sein.

Über kurz oder lang dürften somit von Toshiba auch Blue-ray Player angeboten werden. Als einziger großer Unterstützer auf der HD-DVD Seite bleibt jetzt nur noch Microsoft, allerdings ist mehr als fraglich, wie lange das noch so bleibt. Ich schätze dass spätestens im März auch von deren Seite eine offizielle Mitteilung zum Ende der Unterstützung kommen dürfte. Vielleicht sehen wir ja zum Weihnachtsgeschäft 2008 ein externes Blue-ray Laufwerk für die Xbox 360. Nachdem das Ende der HD-DVD als gesichert gelten kann wäre das in jedem Fall die kundenfreundlichste Maßnahme. Im Nachhinein war es seitens Microsoft eine gute Entscheidung, nicht noch nachträglich eine Xbox mit fest integriertem HD-DVD Laufwerk anzubieten. Sony hat mit dem integrierten Blue-ray Laufwerk für die PlayStation 3 in dieser Hinsicht deutlich höher gepokert und dennoch Glück gehabt.

Wirklich überraschend ist die heutige Entwicklung nicht mehr. Wer noch ein HD-DVD Ausverkaufs-Schnäppachen machen will, der dürfte in nächster Zeit in diversen Elektromärkten und evtl bei Amazon und Co. fündig werden. Natürlich ist die ganze Entwicklung für die bisherigen Käufer von HD-DVD Filmen und Playern eine herbe Enttäuschung. Das ist leider der Preis, den man als Early Adopter unter Umständen entrichten muss, wenn es zwei konkurrierende Formate gibt. Die Sache hätte ganz anders ausgehen können, es war mehrere Jahre lang nicht klar, wer dieses Rennen letztendlich gewinnen würde. Es bleibt aber jetzt zumindest zu hoffen, dass der HD-Markt schneller von den Kunden akzeptiert wird und damit Filme und Player bald in akzeptablere Preisregionen absinken. Auch wenn mir die HD-DVD sympathischer war/ist, jetzt muss doch ein Blue-ray Player her. Wer sich einmal an das hohe Qualitätsniveau von Full HD gewöhnt hat, will nur ungern zurück zur DVD. Und weil ich definitiv ein Konsolero bin, rückt die PS3 wohl doch noch in mein Wohnzimmer nach, zumindest als BR-Player ist sie vom Preis her im Moment am attraktivsten. Mal schauen, wie das beim Spieleangebot in Zukunft aussieht. Bisher jedenfalls gibt es noch keinen einzigen Titel, für den allein ich mir die PS3 zulegen würde. Vielleicht kommt ja doch schon in Kürze die Ankündigung von Microsoft für ein externes Blue-ray Laufwerk? Warten wir es mal ab.

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