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Ankündigungen, Gerüchte und Reviews zu ausgewählten Spielen

Assassin’s Creed 2 – Entwicklung offiziell bestätigt

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Gute Nachrichten für alle Freunde von Altair: Bei der Präsentation der Geschäftszahlen hat Yves Guillemot, seines Zeichens Chairman und CEO von Ubisoft, offiziell die Entwicklung von Assassin’s Creed 2 bestätigt. Nach dem großen Erfolg vom ersten Teil, der sich gut 5 Millionen mal verkauft hat, war eine Fortsetzung ohnehin Pflicht. Mehr offizielle Informationen gibt es bislang dazu nicht, jedoch hat sich in der Story von Assassin’s Creed angedeutet, dass daraus durchaus eine Serie werden kann, die über mehrere historische Epochen geht. Um hier nicht das Ende von Teil 1 zu spoilern, werde ich darauf nicht näher eingehen.

Für Teil 2 gibt es laut Golem.de von einem Analysten die Information, dass der Spieler diesmal die Zeit der Kreuzzüge verlassen wird, und statt dessen ins 18. Jahrhundert versetzt wird. Wie passend, dass in dieses Jahrhundert die französische Revolution fällt (1789 bis 1799). Es wird spekuliert, dass die Handlung dementsprechend zu einem Großteil in Paris, Versailles und dem Umland spielen könnte. Ebenfalls ins Spiel werden in dem Artikel die Länder gebracht, die zu der Zeit eine Koalition gegen Frankreich gebildet haben: Preußen, England, Italien, Spanien, Portugal. Dort könnte ein weiterer Teil der Szenarien zu finden sein.

Spannend ist diese Epoche allemal, ohne hier zu sehr ins Detail abzudriften, sei nur gesagt, dass es wohl keine andere Epoche in Europa gegeben hat, die so tiefe und nachhaltige Spuren hinterließ. Allein schon der Aufstieg Napoléons, die Abschaffung des Ständestaats und die Aufklärung bieten schon eine Menge an historischem Stoff. Dazu kommen noch die blutigen Schlachten, der Terror in dieser Zeit und die Putschversuche. Das alles ergibt einen sehr explosiven Mix, in diesem Umfeld wäre ein weiterer Assassinen-Vorfahre von Desmond Miles, der eigentlichen Hauptfigur, wirklich gut vorstellbar. Allerdings ist noch abzuwarten, dass dieses historische Zeitfenster von Ubisoft noch bestätigt wird. Immerhin: Es gibt bislang auch kein Dementi von offizieller Seite. Insbesondere die Vorstellung, dass das Spiel im historischen Frankreich spielt und Ubisoft bekanntermaßen ein französischer Publisher ist, lässt die jetzigen Spekulationen ziemlich glaubwürdig erscheinen.

Laut der News können wir damit rechnen, dass das Spiel 2009 auf der hauseigenen Messe „Ubidays“ vorgestellt werden wird, womit ein Release im Jahr 2009 ebenfalls in greifbare Nähe rückt.

Mich würde das sehr freuen. Ich habe den ersten Teil regelrecht verschlungen und war von der hervorragenden historisch angehauchten Atmosphäre, der spannenden Story und der sehr guten Spielbarkeit vom ersten Augenblick an fasziniert. Daran konnten auch die im Spielverlauf teilweise sehr ähnlichen Missionen nichts mehr ändern, für mich war es das Spiel des Jahres 2007. Wenn Ubisoft sich die kleinen Schwächen noch zur Brust nimmt, kann eigentlich für den nächsten Hit nicht mehr viel schiefgehen. Ich freue mich schon auf die nächsten Informationshäppchen, die Vorfreude wächst.

Ein paar Worte noch zu den eingangs erwähnten Geschäftszahlen, die auch hier nachzulesen sind:

Es handelt sich um die Zahlen des ersten Geschäftshalbjahres. Der Umsatz ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 31,8 % gestiegen, auf insgesamt 344,5 Millionen €. Das wird unter anderem auf Umsatzsteigerungen bei den Casual Games zurückgeführt, die mitlerweile 35,4% (!) der Gesamtverkäufe ausmachen. Das ist sehr viel, wenn man bedenkt, dass der Anteil bei Ubisoft in der Vorjahresperiode noch 14,5% betrug. Schön zu sehen, dass Ubisoft trotzdem die großen Core-Gamer Spiele nicht vergisst. Gerade mit FarCry 2 haben sie erst einen weiteren sehr erfolgreichen Titel in den Markt eingeführt. Ubisoft konnte den operativen Gesamtgewinn um mehr als 50% hochschrauben. Der kletterte nämlich auf 24,7 Millionen Euro. Alles in allem sind das Zahlen, die auf ein gesundes Unternehmen hindeuten. Wer sich mehr für die Details interessiert, in dem dazu passenden Presseartikel findet sich eine PDF-Datei mit allen Zahlen.

Media Control: Kräftige Umsatzsteigerungen bei Videospielen

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Media Control hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben, aus der hervorgeht, dass der Videospielmarkt scheinbar keine Konsumflaute oder Finanzkrise kennt. Hier die Pressemitteilungen in Häppchen und jeweils meine Einschätzung dazu.

„Videospiele gehören in Deutschland zu den beliebtesten Freizeitmedien. Im dritten Quartal 2008 stiegen die Umsätze mit Konsolensoftware auf 131 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 17,5 Prozent zum gleichen Vorjahreszeitraum, wie media control GfK auf Basis des wöchentlichen Panelmarktes mitteilt. Insgesamt 3,7 Millionen Spiele kauften Verbraucher zwischen Juli und September 2008 – ein Plus von 10,0 Prozent. „Der Markt profitiert von der stetig wachsenden Fangemeinde der Videospiele“, sagt Ulrike Altig, Geschäftsführerin von media control GfK.“

17,5 Prozent  Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr sind schon ein starkes Brett. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals zuvor so ein hohes Marktvolumen in der Branche gesehen haben, weder in den 90ern, noch auf dem Höhepunkt des ersten Konsolenbooms vor dem großen Crash 1983. Und der heutige Markt ist mit dem von 1983 nur wenig vergleichbar, damals gab es schlicht zu viele schlechte Spiele, und die Heimcomputer holten die Konsolen leistungsmäßig ein. Natürlich waren das nicht die einzigen Gründe, aber beide sind auf dem heutigen Markt nicht relevant. Richtig schlechte Ausschußware gibt es aktuell eigentlich kaum (je nach Geschmack), und der PC ist immer weniger ein Benchmark für die Konsolen, die sich von diesem weitgehend emanzipiert haben.

„Der Nintendo DS ist mit aktuell 36,4 Prozent Anteil an der Gesamtverkaufsmenge aller Videospiele eindeutiger Marktführer bei der Software. 1,4 Millionen Spiele (Q3 2007: 1,2 Millionen) gingen im abgelaufenen Quartal für den Handheld über die Ladentheken. Für Sonys PlayStation 2 (PS2) wurden knapp halb so viele Spiele verkauft. PS2-Software hielt sich mit 17,4 Prozent Mengenanteil auf Rang zwei. Software für die Next-Generation-Konsole Nintendo Wii erreichte 15,0 Prozent Anteil. Zusammen mit der DS erzielten die beiden Nintendo-Konsolen im dritten Quartal über 50 Prozent Marktanteil bei der Software.“

Die Zahlen zum DS sind keine wirkliche Überraschung und schon seit mehreren Quartalen auf einem hohen und stetig steigendem Niveau. Auffällig ist, dass nach wie vor der „Oldie“ PS2 vor allen Next-Gen Konsolen (ohne Handhelds) liegt, wie man auch weiter unten sieht. Die Softwareentwicklung für die PS2 ist mittlerweile vergleichsweise kostengünstig und einfach, viele Titel sind mittlerweile eine Art Low-Budget Umsetzung von Titeln für die „großen“ Konsolen und erreichen damit ein anderes Marktsegment. Das verspricht nach wie vor ein lukratives Geschäft für Third Party Entwickler. Schlecht hingegen ist das eigentlich für Sony (und auch Microsoft), denn diese Kunden haben nicht den Anspruch der Core-Gamer nach neuester Technik und sind dementsprechend schwerer davon zu überzeugen, sich Xbox 360, PS3 und Co zuzulegen. Besonders ärgerlich: Die aktuellen PS3-Modelle können keine PS2-Spiele abspielen, damit dürfte Sony Kunden verlieren, die die PS3 als Upgrade in Erwägung ziehen könnten. Sony muss aufpassen, dass sie sich mit der PS2 nicht eine Art Windows XP im eigenen Haus schaffen und die Kunden bis zur nächsten Konsolengeneration „aussetzen“, wie Microsoft das bei den Betriebssystemem für den PC mit dem (oft zu unrecht gescholtenen) Windows Vista gerade erlebt. Das bedeutet im Klartext: der Preis für die Konsole müsste runter, und noch mehr Spiele für die breite Masse her.

„Auch Softwareabsätze für die stationären Next-Gen-Konsolen Sony PlayStation 3 (PS3) und Microsoft Xbox 360 legten zu. Die Zahl der verkauften PS3-Spiele vervierfachte sich im dritten Quartal 2008 zum Vorjahr. Auf sie entfielen mit 10,8 Prozent Anteil an der Gesamtverkaufsmenge die viertgrößten Marktanteile. Platz fünf belegt Xbox-360-Software mit 7,0 Prozent.“

Im direkten Vergleich zu Microsoft steht Sony aktuell etwas besser da, eine Vervierfachung der Softwareverkäufe im Vergleich zum Vorjahresquartal ist schon eine deutliche Marke. Microsoft hat mit den jüngsten Preissenkungen schon darauf reagiert, und auch deren Verkäufe haben angezogen. Ich bin sehr gespannt, wie sich beide Konsolen im Weihnachtsgeschäft schlagen, Sony hat aktuell den höheren Marktanteil, was den Softwareverkauf angeht; Microsoft hingegen einen deutlichen Preisvorteil, der sich auch mit Nintendo´s Wii messen kann.

„Ulrike Altig zu den aktuellen Entwicklungen: „Dank innovativer Konzepte erschließen die Hersteller und Publisher erfolgreich neue Zielgruppen.“ So war „Wii Fit“, ein neuartiges Sport- und Fitnessspiel, der Topseller im dritten Quartal. Dahinter landeten „Mario Kart Wii“ und „Super Smash Bros. Brawl“ auf dem Treppchen. „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“ für Nintendo DS kam auf Rang vier ins Ziel.“

Nintendo hat, was Innovationen für die breite Masse angeht, eindeutig den richtigen Riecher gehabt. Die Frage ist, wie sich dieser Trend weiterentwickelt, speziell wenn man bedenkt, dass es nicht nur Casual Gamer da draußen gibt. Diese wollen mit anspruchsvollerer Software bedient werden, die in der Entwicklung deutlich teurer ist und damit ein höheres unternehmerisches Risiko bedeutet. Sony´s Home und das große Dashboard-Update für Xboc 360 zielen ziemlich direkt ebenfalls auf diese neue Kundengruppe, es darf als sicher gelten, dass sowohl Sony als auch Microsoft verstärkt die Erfolgskonzepte von Nintendo übernehmen werden. Solange es auch weiterhin guten Nachschub für die Core Gamer gibt, und die Spiele für die Casuals innovativ sind, sehe ich da kein Problem. Aber zur Erinnerung: 1983 ist unter anderem auch deswegen passiert, weil es zu viele Spiele gab, die zu ähnlich waren und zu anspruchslos. Das sollten alle drei Konsolenhersteller im Hinterkopf behalten. Es sind die wirklich guten Spiele, die Meilensteine, die die Branche vorwärts gebracht haben. Und es war die Masse an schlechter Software, die auch schonmal den Markt zusammenbrechen ließ.

(News gefunden bei Golem.de)

Wird Diablo 3 auch für Konsolen erscheinen?

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Wer sich ein bisschen in der PC-Spielewelt auskennt, der weiß das es mittlerweile nur wenige bekannte Publisher gibt, die noch einen Bogen um die Konsolen machen. Zu attraktiv sind die Aussichten, auf relativ gut gesicherten, einheitlichen Plattformen mit schnell wachsender Nutzerzahl bessere Gewinne zu erzielen als nur auf dem relativ offenen PC mit seinen unzähligen Möglichkeiten der Hardwarekonfiguration. Blizzard und Crytek sind zwei Beispiele, die nach wie vor gegen diesen Strom schwimmen.

Zumindest bei Blizzard gibt es jetzt einen kleinen Hoffnungsschimmer, laut einer Meldung bei Shacknews wird zumindest darüber diskutiert, ob Diablo 3 auch für Konsolen umgesetzt wird.

Demnach scheint man der Meinung zu sein, das Diablo von allen Blizzard-Spieletiteln am besten auf einer Konsole zu steuern wäre. Wenn es zu einer Entscheidung für die Konsolen kommt, soll Diablo 3 dann allerdings kein einfacher Port werden, sondern eine hochqualitative Umsetzung.

Viel mehr ist den Blizzard-Jungs wohl noch nicht zu entlocken gewesen, immerhin ist es ein Fortschritt, dass die Konsolen von ihnen nicht mehr kategorisch ausgeschlossen werden. Diese ganzen Planungen sind offenbar noch in einem sehr frühen Stadium, ich denke das frühestens 2009 konkrete Informationen kommen.

UPDATE: Mittlerweile gibt es bei Golem.de rund um die News noch einige andere interessante Fakten zum Thema Diablo auf Konsolen.

Die erste Spielewelle der Tokyo Game Show ist da

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Wie jedes Jahr ist die Tokyo Game Show, kurz TGS, einer der wichtigsten Branchenevents. Das merkt man auch daran, dass Microsoft ob oder gerade wegen dem für „westliche Konsolen“ sehr schweren japanischen Markt, stets vertreten ist und immer wieder dort interessante Ankündigungen zuerst macht.

Während es bei Sony bislang außer Hardware-Ankündigungen offenbar große Verwirrung um eine Pressekonferenz gibt, hat Microsoft mit den Ankündigungen diesmal offenbar vorerst freies Feld, weil Nintendo ausgerechnet auf dieser Messer traditionell nicht vertreten ist und schon vor einer Woche eine eigene Pressekonferenz abgehalten hat. Für mich ist das gerade im Heimatmarkt nicht nachvollziehbar, über die Gründe fand ich keinerlei offizielle Angaben, was allerdings nicht verwunderlich ist. Ich bin momentan ohnehin von Nintendos Firmenpolitik in letzter Zeit immer mehr irritiert. Aber kommen wir zu dem interessanten Part, den Spielen.

Bei Golem.de gibt es zu den folgenden Spielen erste Previews:Halo 3 Recon, Fallout 3, Tekken 6 und Resident Evil 5.

Halo 3 Recon wird ein selbstständig laufendes Addon mit einer eigenen Kampagne sein. Der Hauptprotagonist ist nicht wie bisher der Master Chief, sondern ein ODST Recon Marine-Soldat. Selbstverständlich wird es auch neue Mulitplayer-Maps geben. Ich denke, wer Halo 3 schon mochte, für den dürfte Halo 3 Recon ein Pflichtkauf sein. Microsoft wird da nichts anbrennen lassen.

Resident Evil 5 wird als größtes Novum einen Co-Op Modus für die Kampagne bieten, Chris Redfield bekommt Unterstützung von einem Charakter namens „Sheva Alomar“. Die Story ist übrigens in Afrika (!) angesiedelt. FarCry 2 lässt grüßen 😉 Ich bin sehr gespannt, inwieweit man zu Zweit effektiv im Team zusammenspielen kann, für die Serie ist das schon ein radikaler Schnitt. Ich denke nicht, dass das Spiel dadurch zu einer Art modernem Final Fight wird. Das kommt zwar auch aus dem Hause Capcom, würde aber zu Resi nicht so wirklich passen 😉

 

Fallout 3 wird am 31. Oktober erscheinen, es hat schon Goldstatus. Bei Golem gibt es eine Galerie mit frischen Screenshots. Zu dem Titel ist schon sehr viel gesagt worden, es sieht nach wie vor toll aus und ist defintiv auf meiner Kaufliste gelandet.

Mit Tekken 6 wird ein weiterer großer Spieletitel nicht mehr nur auf Sony´s Daddelkisten erscheinen, sondern erstmals auch auf der Xbox 360. Ich habe dem Spiel heute schon einen eigenen Artikel gewidmet.

Was gibts noch zu sagen? Ach ja, Sony wird alle kommenden PSP-Spiele parallel auf UMD und im PlayStation Store anbieten. Das bedeutet auch, das man mit einer noch kommenden neuen Firmware für die PSP dann direkt auf den Store zugreifen kann und nicht mehr den Umweg über die PS3 gehen muss. Das klingt in der Summe eigentlich ganz okay. Ich kaufe meine Spiele nach wie vor lieber im Laden mit einer Packung, die dann auch im Regal landet, aber gerade bei selteneren Titeln ist der Store dann trotzdem eine gute Alternative.

Noch weitere News und einen Menge Trailer gibts bei Golem.de in deren TGS-Special.

Tekken 6 erscheint auch auf Xbox 360

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Und wieder mal hat es „Bumm“ gemacht, was die Exklusivität einer großen Spieleserie angeht. Bei Tekken ist es mit der PS3-Exklusivität ab dem sechsten Teil vorbei. Bandai-Namco hat heute offiziell im Rahmen der Tokyo Game Show mitgeteilt, dass Tekken 6 neben der PS3 auch auf der Xbox 360 erscheinen wird. Damit hat nach Final Fantasy das nächste große Game-Franchise auf beiden großen Plattformen Einzug gehalten.  Und meiner Meinung nach wird eine sogenannte „One Console Future“, also eine einheitliche Plattform zumndest bei den High End Konsolen immer sinnvoller. Aber das ist ein Thema für einen eigenen, ausführlichen Blog-Eintrag. Freuen wir uns doch solange erstmal auf beiden Plattformen auf den Herbst 2009, denn dann soll Tekken 6 erscheinen.

Der Trailer sieht schonmal sehr vielversprechend aus 🙂

Neulich beim SNES-Entstauben

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Gestern war soetwas wie Konsolen-Reinigungstag, insbesondere bei den Oldies. Man glaubt ja gar nicht, wie trotz Originalverpackung manche Sachen teilweise nach einer gewissen Zeit „angeranzt“ sind. Aber das ist nichts, was sich nicht mit Reinigungsspray, Kaltluft-Föhn, Wattepads und viel Zeit regeln läßt. Dabei ist mir eine alte Videokassette in die Hände gefallen, auf der sich neben diversen TV-Peinlichkeiten aus dem Nachmittagsprogramm auch alte Videospiel-Werbung  über die Jahre gehalten hat. Glücklicherweise scheint es bei Youtube genug Freaks zu geben, die auch sowas dort digital verewigen. Deswegen werde ich von Zeit zu Zeit besonders ausgefallene, innovative oder schlicht peinliche Videospiel-Spots hier verlinken.

Den Anfang macht heute das SNES, dieser Spot aus den frühen Neunzigern hatte offenbar das dringende Bedürfnis, auf der Cyberspace-Welle mitzuschwimmen. Wie sonst kann sich ein pickeliger Teenager in eine Art daddelnden Robotron verwandeln? Mit dieser Werbung war Nintendo allerdings in bester Gesellschaft, was das Nachmittagsprogramm angeht. Für damalige Verhältnisse war der Spot ziemlich aufwändig gemacht, mir als Knirps hat er seinerzeit gut gefallen. Und ja, natürlich hat heute vermutlich jeder Herzschrittmacher mehr Rechenleistung als das, was im Spot so enthusiastisch angepriesen wird. Doch seht selbst: 

Hugo: Früher war eben doch nicht alles besser

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Zum Feiertag bin ich auf ein ganz besonderes Netzfundstück gestossen, was einige von den älteren Hasen noch gut kennen dürften. Wenn man heutzutage bei kleineren Fernsehsendern reinzappt, bevorzugt zu später Stunde, dann wird man mit intellektuell äußerst fragwürdigen „Call-In Shows“ förmlich bombardiert. Ich denke, dazu muss ich nicht viele Worte verlieren. Das Grauen und die dahinter steckende Masche ist vermutlich jedem, der mehr IQ hat als ein Türstopper, hinlänglich bekannt.

Im Werbejargon wird sowas gerne als „Mitmach-TV“ bezeichnet, wobei das „Mitmachen“ wohl in erster Linie darin besteht, kostenpflichtig per Telefon nicht durchzukommen, oder wenn man es schafft, ebenso kostenpflichtig den erfragten Begriff nicht zu wissen. Ist aber auch kein Wunder, wenn man z.B. bei Automarken, die mit „A“ anfangen, dummerweise vor 80 Jahren in England geschlossene Kleinwagenhersteller gerade nicht parat hat. Sowas sollte doch zur Allgemeinbildung gehören 😉 Audi wäre da auf keinen Fall ein naheliegender Begriff. Was allzu unterbelichtete Zuschauer trotzdem nicht davon abhält, mehrmals den falschen Begriff zu nennen. Aber lassen wir das.

1994 gab es dieses fernsehgewordene Grauen zum Glück noch nicht. Dafür hatte man allerdings die Möglichkeit, bei Hugo anzurufen. Dem damaligen „Alles-Interaktiv-und-alles-Multimedia-und-so“-Hype folgend, hatte Kabel 1 ein neuartiges Sendekonzept auf die Mattscheibe gebracht.

Über die Telefontasten konnte man einem kleinen Gnom namens „Hugo“ durch eine Reihe von Minispielen steuern. „Interaktiv“ war das ganze deswegen, weil man Hugo z.B. bei der Fahrt durch eine Mine über die Telefontasten 4 und 6 vor Hindernissen ausweichen lassen konnte. Oder eben auch nicht, denn oft genug haben grauenvoll lange Latenzzeiten zwischen „Es wird auf dem Bildschirm angezeigt“ und „Benutzer drückt auf seinem Telefon herum“ und „Der Befehl wird endlich ausgeführt“ den kleinen Gnom in die Hölle geschickt. Nach drei Versuchen war dann für den Zuschauer „Game Over“.  Das ganze wurde von den immer gleichen flapsigen Sprüchen von Hugo kommentiert, man hätte vermutlich statt Hugo problemlos Fips Asmussen in die Spiele einbinden können und es wäre wohl niemandem aufgefallen.

War das am Anfang ja noch irgendwie interessant, so nutzte sich diese Idee, nicht zuletzt wegen den immer gleichen Spielen, doch sehr schnell ab. Da konnten auch die quirligen, vor einem Bluescreen herumhüpfenden Moderatorinnen nichts mehr reißen. Aber was sollten sie auch machen, nach dem hundersten „Du musst die Vier drücken!“ wäre ich vermutlich schon lange wahnsinnig geworden.

Die Sendung hielt sich immerhin bis 1997 im Fernsehen. Damals vermutlich voll auf der Höhe der Zeit ist sie rückwirkend ein ziemlich skurriles TV-Unikum. Laut, schrill und sich ständig wiederholend. Und trotzdem irgendwie noch nett gemeint und harmlos, wenn man sich das heutige „Mitmach-TV“ anschaut. Das ist noch lauter, noch schriller und irgendwie noch viel peinlicher.

Neuer Handheld – Nintendo DSi kommt

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Die Gerüchteküche in den vergangenen Tagen hat ja schon ziemlch gebrodelt, aber jetzt ist die Katze aus dem Sack. Auf der Tokyo Game Show hat Nintendo offiziell den neuesten Spross seiner DS-Familie namens DSi enthüllt.

Dabei handelt es sich nicht um eine komplette Neuentwicklung, sondern vielmehr um eine Art größeres Update für den Nintendo DS lite.

Die größte Neuerung sind zwei (!) Kameras, die einmal im Deckel und im inneren Scharnier angebracht sind. Die „Scharnier-Kamera“ hat eine Auflösung von 640×480 Pixeln, die Kamera auf dem äußeren Deckel immerhin 3 Megapixel.

Und da Fotos eben auch nicht gerade klein sind, wurde dem Gerät ein SD-Kartenschacht spendiert. Fotos können auf dem Touchscreen verändert werden und in der Wii mittels der Speicherkarte auch weitergenutzt werden. Nicht klar ist im Moment, ob man die Fotos auch auf einem PC anschauen kann. Als sicher darf gelten, dass es Spiele geben wird, die von den Kameras intensiv Gebrauch machen werden.

Mit diesem neuen SD-Slot soll man laut Heise.de auch Sound-Datein speichern können, jedoch nur im AAC-Format. Wer jetzt gerne seinen MP3-Player ausmustern möchte: Leider hat Nintendo bis jetzt noch nichts zu einer Abspielmöglichkeit für MP3´s gesagt.

Nintendos DSi ist mit 214 Gramm Kampfgewicht sage und schreibe 4 Gramm leichter als der Nintendo DS, was allerdings angesichts der neuen zusätzlichen Hardware in Ordnung geht. Mit den Maßen 137 mm x 74,9 mm x 18,9 mm ist die DSi 2,6 mm dünner als der DS lite. Leider musste dafür der Slot für die Gameboy Advance-Spiele  entfallen. Bei meinem DS lite benutze ich den schon oft und gerne, also bin ich damit nicht so glücklich. Vermutlich gehöre ich damit aber zu einer Minderheit, die die „alten“ Module noch intensiv nutzt.

Die Displays sollen laut Golem.de 3,25 Zoll groß sein, statt 3 Zoll wie noch beim DS Lite, das klingt angenehm. Gerade bei so kleinen Abmessungen machen sich auch geringe Vergrößerungen ziemlich gut bemerkbar.

Kleiner und leichter, das sind meistens gute Anzeichen dafür, das die Leistungsaufnahme (sprich der Stromverbrauch) geringer ausfällt als bei einem Vorgängermodell. Beim DSi scheint das allerdings leider nicht zu gelten. Schaffte es der DS lite bei voller Bildschrimhelligkeit 5-8 Stunden durchzuhalten, so schrumpft die Laufzeit bei der DSi auf 3-4 Stunden. Mag sein, das das an der neuen höchsten Helligkeitsstufe liegt, es gibt jetzt insgesamt 5 (statt 4 beim DS lite). In der schwächsten Stufe werden daraus immerhin 9-14 Stunden. Zum Vergleich: Beim DS lite waren das 15-19 Stunden. Naja, Traumwerte sind das nicht, ich hoffe es wird einen optionalen Zusatzakku geben, der länger durchhält. Beim DS lite macht mir gerade die lange Akkulaufzeit unterwegs auf Reisen doch viel Freude.

Die DSi wird einen neuen Stromanschluss haben, der nicht zum DS lite kompatibel ist, frühentschlossene Käufer einer Japan-Version werden also wie in der guten alten Handheld-Zeit nicht um einen Spannungswandler herumkommen.

Aber der Import dürfte sich ohnehin, wenn überhaupt, nur für wirklich sehr eilige Fanboys lohnen: Das Gerät soll in Japan schon am 1. November 2008 für umgerechnet 129 Euro in den Handel kommen, bei uns kann man im Frühjahr 2009 damit rechnen. Da der DS lite wohl auch weiterhin im Angebot bleiben soll, dürfte für die DS lite im Vergelich hierzulande ein gewisser Preisaufschlag fällig werden.

Im Gegensatz zum Vorgänger wird bei der DSi ein Webbrowser von vornherein fest integriert sein, und es soll einen neuen Download-Shop für Spiele geben. Bei diesem Thema sehe ich im Vergleich zur Konkurrenz ohnehin einen großen Nachholbedarf, höchste Zeit das sowas im größeren Stil kommt.

Ich denke, die DSi stellt eher eine Evulotion statt einer Revolution dar, was allerdings nach dem radikal anderen Nutzungskonzept seit dem „Ur“-DS keine echte Überraschung ist. Es bleibt abzuwarten, wie innovativ die neuen Spiele die Kameras nutzen. Gut finde ich, das der DS lite weiterhin im Programm bleibt. Wer also nicht wirklich dieses DS-Update sofort braucht, der dürfte auch in absehbarer Zeit mit neuen Titeln versorgt werden, zumal beide Handhelds von der technischen Basis (CPU, RAM) vermutlich kaum Unterschiede haben. Die DSlite soll mehr Hauptspeicher haben, allerdings gibt es dazu noch keine weiteren Informationen.

Mega Man 9 kommt für Xbox 360, PlayStation 3 und Nintendo Wii – pure Vorfreude!

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Kennt Ihr das? Ihr grabt Eure alte Konsole aus, holt die Spielemodule aus der verstaubten Kiste, einmal alles auspusten, anschließen und schon kommen eine ganze Menge Kindheitserinnerungen hoch. Das erste selbst gekaufte SNES-Spiel, Weihnachten als der Game Gear unterm Baum lag, und der dusselige Nachbarsjunge, der meinen ersten Gameboy aus Versehen im Planschbecken versenkt hat.

Zugegeben, damals war nicht alles besser. Aber so wie eben früher Winnetou, Perry Rhodan oder werauchimmer sich in das Gedächtnis der Vorgängergenerationen gebrannt hat, gab es in den 80ern auch eine neue Art von Kinderhelden. Natürlich, es gab auch He-Man, Transformers, Mask oder diverse andere clever vermarktete Kunststoff-Devotionalien. Aber die ersten echten Videospiel-Helden, die mehr konnten als Geister aufzuessen und zumindest ansatzweise zu erkennen waren, stellten ein Novum dar. So trat denn auch Super Mario einen bislang einen nicht gekannten Siegeszug in der Branche an, vom Videospiel bis hin zur Bettwäsche gab es wohl nichts was es nicht gab, Nintendo hatte den richtigen Riecher gehabt und den Nerv der (Videospiel-)Zeit getroffen. Es dauerte nicht lange, bis Mario etliche Konkurrenten bekam, wie z.B. Sonic, Wonderboy, Link und wie sie nicht alle hießen. Viele dieser Helden haben den Sprung in die Neuzeit geschafft und sind nach wie vor in aktuellen Spielen wiederzufinden, natürlich in zeitgemäßer Präsentation.

Und da gab es noch einen anderen gewissen Helden: Mega Man. Dieser Roboterwicht, in Japan als Rockman bekannt, feierte 1987 seinen Einstand auf dem NES. Bis heute gelten die klassischen Teile auf dem NES, insbesondere die Nummer 2, als bockeschwere Meilensteine der Videospielgeschichte. Extrem herausfordernd, aber niemals unfair und richig gut steuerbar, wurde diese Serie ein großer Erfolg. Mit den Jahren hat auch Mega Man aktuelle Trends mitgemacht, insbesondere was die Grafik und den Schwierigkeitsgrad für Einsteiger angeht. Echte Hardcore-Fans, die auch nach dem zehnten Ableben an ein und derselben Stelle nicht klein beigeben, haben lange von einer „Old-School“-Fortsetzung geträumt. Und offenbar gab es beim Hersteller Capcom auch noch einige versprengte Wahnsinnige, die genauso dachten.

Und die Sensation für alle Retro-Gamer ist perfekt: Mega Man 9 wird ein komplett neues Mega Man Spiel sein, allerdings mit der Grafik, dem Sound und der Spielmechanik der NES-Teile! Es gibt sogar die Option, das alte Flackern, das das NES bei zuvielen Gegnern und beim Scrollen produzierte, in den Optionen zu aktivieren.  Schaut euch mal diesen Trailer an, unfassbar das dieses Spiel tatsächlich neu auf den Markt kommen wird 🙂

Natürlich, wer nur Spiele in zetgemäßer Präsentation mag, der wird bei dieser Neuerscheinung vermutlich reißaus nehmen und hat mein volles Verständnis. Wer allerdings schon die ersten Teile gemocht hat, oder kennenlernen möchte, wie beinhart und puristisch frühere Videospiele sein konnten, dem kann man Mega Man 9 wärmstens ans Herz legen.

Das Spiel wird für Nintendo Wii, Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen, und vermutlich als Download-Content nicht besonders teuer sein.

Wer es nicht aushalten kann (wie ich) : Bei 4players.de gibt es schon ein Review zur Fassung von Xbox 360 und PS3.

Microsoft: Ensemble Studios werden geschlossen

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Nach dem Release von Halo Wars für die Xbox 360 (Anfang 2009) werden die Ensemble Studios zugemacht.

Diese News kommt ziemlich überraschend, das Studio hat seit 1997 mit dem ersten „Age of Empires“ bislang immer sehr solide Qualität abgeliefert.

Über den Grund steht es im Heise Newsticker:

„Es war eine finanziell begründete Entscheidung, die das weitere Wachstum der Microsoft Game Studios sichern soll.“

Und weiter:

„Die Führungsriege der Ensemble Studios soll ein neues Entwicklungsstudio gründen, das weiterhin mit Microsoft als Publisher zusammenarbeitet und für „Halo Wars“ Support leistet. Die übrigen Mitarbeiter versuche man, möglichst in offenen Stellen des Microsoft-Unternehmens unterzubringen, hieß es in einer Erklärung.“

Das ein Studio aufgelöst wird und die Entwicklung und der Support mehr ins Mutterunternehmen verlagert werden, wäre für mich zumindest sofort zu verstehen gewesen. Ein anderer großer Player, der das schon häufig gemacht hat, ist EA. Aber warum dann ein neues Entwiclungsstudio gegründet werden soll das wieder mit Microsoft zusammenarbeitet und den Support stellt, ist für mich nicht sofort ersichtlich und gibt Anlass zu Spekulationen. Vielleicht werden ja mehr Informationen zu diesem Deal bekannt.

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