Gute Nachrichten für alle Freunde von Altair: Bei der Präsentation der Geschäftszahlen hat Yves Guillemot, seines Zeichens Chairman und CEO von Ubisoft, offiziell die Entwicklung von Assassin’s Creed 2 bestätigt. Nach dem großen Erfolg vom ersten Teil, der sich gut 5 Millionen mal verkauft hat, war eine Fortsetzung ohnehin Pflicht. Mehr offizielle Informationen gibt es bislang dazu nicht, jedoch hat sich in der Story von Assassin’s Creed angedeutet, dass daraus durchaus eine Serie werden kann, die über mehrere historische Epochen geht. Um hier nicht das Ende von Teil 1 zu spoilern, werde ich darauf nicht näher eingehen.

Für Teil 2 gibt es laut Golem.de von einem Analysten die Information, dass der Spieler diesmal die Zeit der Kreuzzüge verlassen wird, und statt dessen ins 18. Jahrhundert versetzt wird. Wie passend, dass in dieses Jahrhundert die französische Revolution fällt (1789 bis 1799). Es wird spekuliert, dass die Handlung dementsprechend zu einem Großteil in Paris, Versailles und dem Umland spielen könnte. Ebenfalls ins Spiel werden in dem Artikel die Länder gebracht, die zu der Zeit eine Koalition gegen Frankreich gebildet haben: Preußen, England, Italien, Spanien, Portugal. Dort könnte ein weiterer Teil der Szenarien zu finden sein.

Spannend ist diese Epoche allemal, ohne hier zu sehr ins Detail abzudriften, sei nur gesagt, dass es wohl keine andere Epoche in Europa gegeben hat, die so tiefe und nachhaltige Spuren hinterließ. Allein schon der Aufstieg Napoléons, die Abschaffung des Ständestaats und die Aufklärung bieten schon eine Menge an historischem Stoff. Dazu kommen noch die blutigen Schlachten, der Terror in dieser Zeit und die Putschversuche. Das alles ergibt einen sehr explosiven Mix, in diesem Umfeld wäre ein weiterer Assassinen-Vorfahre von Desmond Miles, der eigentlichen Hauptfigur, wirklich gut vorstellbar. Allerdings ist noch abzuwarten, dass dieses historische Zeitfenster von Ubisoft noch bestätigt wird. Immerhin: Es gibt bislang auch kein Dementi von offizieller Seite. Insbesondere die Vorstellung, dass das Spiel im historischen Frankreich spielt und Ubisoft bekanntermaßen ein französischer Publisher ist, lässt die jetzigen Spekulationen ziemlich glaubwürdig erscheinen.

Laut der News können wir damit rechnen, dass das Spiel 2009 auf der hauseigenen Messe „Ubidays“ vorgestellt werden wird, womit ein Release im Jahr 2009 ebenfalls in greifbare Nähe rückt.

Mich würde das sehr freuen. Ich habe den ersten Teil regelrecht verschlungen und war von der hervorragenden historisch angehauchten Atmosphäre, der spannenden Story und der sehr guten Spielbarkeit vom ersten Augenblick an fasziniert. Daran konnten auch die im Spielverlauf teilweise sehr ähnlichen Missionen nichts mehr ändern, für mich war es das Spiel des Jahres 2007. Wenn Ubisoft sich die kleinen Schwächen noch zur Brust nimmt, kann eigentlich für den nächsten Hit nicht mehr viel schiefgehen. Ich freue mich schon auf die nächsten Informationshäppchen, die Vorfreude wächst.

Ein paar Worte noch zu den eingangs erwähnten Geschäftszahlen, die auch hier nachzulesen sind:

Es handelt sich um die Zahlen des ersten Geschäftshalbjahres. Der Umsatz ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 31,8 % gestiegen, auf insgesamt 344,5 Millionen €. Das wird unter anderem auf Umsatzsteigerungen bei den Casual Games zurückgeführt, die mitlerweile 35,4% (!) der Gesamtverkäufe ausmachen. Das ist sehr viel, wenn man bedenkt, dass der Anteil bei Ubisoft in der Vorjahresperiode noch 14,5% betrug. Schön zu sehen, dass Ubisoft trotzdem die großen Core-Gamer Spiele nicht vergisst. Gerade mit FarCry 2 haben sie erst einen weiteren sehr erfolgreichen Titel in den Markt eingeführt. Ubisoft konnte den operativen Gesamtgewinn um mehr als 50% hochschrauben. Der kletterte nämlich auf 24,7 Millionen Euro. Alles in allem sind das Zahlen, die auf ein gesundes Unternehmen hindeuten. Wer sich mehr für die Details interessiert, in dem dazu passenden Presseartikel findet sich eine PDF-Datei mit allen Zahlen.