Archive for April, 2008

GTA 4 schon illegal im Internet verfügbar

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Und wieder mal ist es passiert: Ein großer Titel ist kurz vor dem offziellen Release im Internet aufgetaucht. Wie Golem.de berichtet, kursiert die PAL-Version auf diversen schwarzen Kanälen, angeblich von einer Gruppe namens iCon verbreitet. Wow, wie geil ist das denn?

Rein gar nicht, weil es als sehr gesichert gelten darf, dass Take2 den Leutchen, die sich das verfühte Vergnügen gönnen wollen, alle juristischen Mittel entgegensetzt. Und mal ganz ehrlich, die Risiken für das bisschen Extra-Fun dürften einfach zu hoch sein. Man benötigt eine gemoddete Xbox 360 (was schonmal den Ban von Xbox-Live so gut wie sicher macht), sollte dann auf gar keinen Fall vor nächster Woche mit der Konsole online gehen (wenn man dann immer noch so verrückt ist, und sich das mit der gemoddeten Konsole traut) und Achievements speichern sowieso schonmal nicht, also raus mit der Festplatte. Das klingt nach den perfekten Zutaten, kurz vor dem Release die Vorfreude mit einem riesigen Schwung potentieller Probleme zu tauschen. Und das wegen einem einzigen Spiel? Nein Danke.

Es bleibt dabei, meine Xbox bleibt ungemoddet, das Spiel wird am Dienstag ganz normal im Laden gekauft und gut is. Das gilt sowohl für die Vorfreude als auch für das Gewissen. Man sieht sich in Liberty City.

Licht und Schatten – Mein persönliches PS3-Review Teil 1

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Nach dem offiziellen Ende der HD-DVD ist klar: Für dieses Format wird es nicht mehr lange Filme geben. Neben der Chance, jetzt sehr viele HD-DVD Schnäppchen zu machen (dazu mehr in den nächsten Tagen), ist damit für mich als High Definition Fan klar geworden, dass über kurz oder lang ein Blue Ray Player her muß. Ein Vergleich der Standalone-Player im unteren Preissegment hat mich nicht wirklich überzeugt ein Gerät von Samsung wäre zwar in die engere Wahl gekommen, aber einer Vorerfahrung mit deren Releasepolitik habe ich davon dann doch Abstand genommen. Zuvor habe ich mich für den Samsung BD-UP 5000 interessiert, bin HD-DVD/Blue Ray Kombiplayer, der wohl in den USA erschienen ist, und hierzulande für Anfang 2008 angekündigt war. Ganz offenbar ist mit dem Ende des HD-DVD-Formats dann dieser Player doch nicht mehr ins Sortiment aufgenommen worden. Natürlich ohne jede Mitteilung. Bei Preisen um die 10 Euro für die durchschnittliche HD-DVD finde ich diese Politik doch fragwürdig, es dürfte einige wechselwillige Käufer geben, die gerne auch Blue Ray schauen wollen, aber auf Dauer auch Ihre HD-DVD Sammlung nicht nur als Staubfänger sehen. Und für diese Klientel (mich eingeschlossen) wäre so ein Kombigerät die erste Wahl gewesen. Es wurde angekündigt, es scheint doch nicht zu kommen, die Konsequenz ist das ich mit Ankündigungen dieser Firma vorsichtig sein werde in Zukunft.. Das es auch ganz anders geht, bewies in der letzten Woche Microsoft: Für deren HD-DVD Laufwerk gibt es ein neues Update über XBL, das vermutlich einige Verbesserungen enthält. Bei anderen Firmen wäre man wohl nicht mal im Traum auf die Idee gekommen, bei einem eingestellten Produkt mehr zu tun als unbedingt notwendig. Bei mir jedenfalls liefen auch die technisch neuesten HD-DVD´s (z.B. Terminator 2) vor dem Update ohne Probleme, es wird sich vermutlich um kleinere Korrekturen im Detail handeln, eine Art letztes Finish. Umso löblicher, das ausgerechnet die viel gescholtene Firma Microsoft ihre Kundschaft scheinbar nicht so leicht vergisst wie einige andere Unternehmen.

Bleiben wir beim Thema BR-Player. Nachdem mir also im unteren Preissegment die Geräte nicht besonders gut gefielen, sei es wegen der technischen Ausstattung für den Preis oder der jeweiligen Firmenpolitik, habe ich mich letzten Endes doch für die PS3 als BR-Player entschieden. Die Frage war nur noch, welche Version ich nehmen sollte. Eine Recherche im Internet ergab für die 60 GB-Version als Bundle Preise im Bereich von 700-1000 Euro. Das ist für eine Konsole, die vermutlich hauptsächlich als Filmabspielgerät dienen wird, eindeutig zu viel für meinen Geschmack.

 

Bleibt also die 40 GB-Veriante, die eigentlich mit dieser geringen Festplattengröße ein technologisches Eigentor ist. Warum ist das so? Im Gegensatz zur Xbox 360 müssen immer mehr PS3-Spiele vorher installiert werden. Über die näheren Gründe werde ich mich in Zukunft noch genauer auslassen. Jedenfalls hat das zur Folge, das für einige Spiele mehrere Gigabyte an Festplattenplatz verbraten werden. Bei Gran Turismo 5 Prologue sind das inklusive Online-Patch mal eben knackige 6 GB. Man muß kein studierter Mathematiker sein, um abzuschätzen, dass der Platz also ziemlich schnell knapp werden kann. Die einzige sinnvolle Lösung also ist der Tausch der internen Festplatte, am besten direkt von Anfang an. Zum Glück macht es Sony dem Benutzer da relativ einfach, ein Wechsel ist über eine kleine Serviceklappe an der Seite der Konsole ohne weiteres machbar und wird auch im Handbuch offiziell dokumentiert. Es entfällt also nicht die Garantie. Als Festplatte kann man praktisch jede 2,5“ SATA-Festplatte verwenden, eine Festplattengröße die hauptsächlich bei Notebooks zum Einsatz kommt. Ich habe das Glück, das ich noch eine solche Festplatte bei mir zuhause herumliegen hatte, immerhin 160 GB groß, und damit das vierfache von dem was ab Werk von Sony angeboten wird. Nach dem Kauf führte also der erste Weg in die heimische Bastelbude, wo ich bewaffnet mit zwei Schraubenziehern der Konsle auf den Leib rückte. Der Wechsel an sich ist schnell erledigt, nach guten fünf Minuten ist diese Aktion vollzogen. In diesem Punkt ist die PS3 in jedem Fall die kundenfreundlichere Lösung, verglichen mit der Xbox 360. Man muss zwar eben selbst Hand anlegen, dafür gibt es bei Microsoft leider nicht die Möglichkeit, eine beliebige Festplatte zu verbauen, es existiert nur ein 120 GB-Modell, das genau wie die Standardfestplatte an der Gehäuseseite eingeklipst wird, und mit 180 Euro deutlich teurer ist, als vergleichbare SATA-Platten aus dem freien Handel.

Nach der Installation muss die PS3 Systemsoftware komplett neu installiert werden, was mittels eines Firmware-Updates von der offziellen Seite z.B. über einen USB-Stick erfolgen kann. Ganz wichtig: Der Stick erfordert eine bestimmte Ordnerstruktur, um das Update auch zu erkennen, leider kann sich die Konsole das Update nicht direkt aus dem Root-Verzeichnis des Sticks holen. Danach dauerte es ungefähr eine Stunde, bis die Konsole bereit war. Was sofort ins Auge bzw. ins Ohr fällt, ist das die PS3 im Vergleich zur Xbox 360 sehr leise ist. Dazu sollte man wissen, das bei der 40 GB-Version bereits 65nm Prozessoren zum Einsatz kommen, die weniger Strom verbrauchen und damit auch weniger Abwärme produzieren als noch bei der 60 GB-Version. Bei neueren Xbox-Versionen hat sich das zwar auch etwas verbessert, wobei dort das DVD-Laufwerk auch einen großen Teil der Geräusche ausmacht, für den Spielbetrieb jedoch einige Vorteile gegenüber der PS3 bringt. Wenn man allerdings nur die Geräuschkulissen vergleicht, dann hat meine Xbox 360 mit dem ersten Produktionsdesign (Codename Zephir) da ganz klar das Nachsehen. Mircosoft sollte da in Zukunft auf jeden Fall nachbessern. Schön gelöst ist bei Sony, das das Netzteil ins Gehäuse integriert ist und einen Netzschalter hat. Aber was hat man sich nur bei dem Gehäuse gedacht? Über Design lässt sich bekanntlich wenig bis gar nicht streiten, es ist eine reine Geschmackssache. Nur warum hat sich Sony für so einen hochglänzenden empfindlichen Kunststoff entschieden? Es sieht zwar sehr edel aus, aber bereits nach zwei Tagen sieht man auch in einem sehr gepflegten Konsolenschrank jedes kleinste Staubpartikelchen. Und warum muss am Bereich der USB-Anschlüsse der gleiche sehr empfindliche Kunststoff sein? Ich kenne niemanden, der immer und sofort einen USB-Stecker richtig einsteckt, was bedeutet, das über kurz oder lang an den Stellen Kratzer vorprogrammiert sein werden. Für mich eine Unart, das Design so stark vor Funktion gestellt wird. Die Xbox 360 sieht zwar nicht so glamourös aus, wirkt aber im Vergleich dazu wie der robuste Kumpel, den man auch mal ohne große Vorkehrungen einpacken und zu Freunden mitnehmen kann. Mit der PS3 würde ich mich das ohne Spezialtasche nicht trauen, bei der Konkurrenz klappt das mit meiner Notebooktasche ohne Probleme.

Was bleibt bei den Äußerlichkeiten? Die Controller, und bei denen scheiden sich bekanntlich die Geister. Auf der einen Seite haben wir mit dem 360-Controller in der Wireless-Version die Möglichkeit, ganz normale AA-Akkus oder auch normale Batterien zu verwenden. Bei der PS3 muss das Gamepad über ein USB-Kabel an der Konsole geladen werden, und der Akku ist offiziell nicht tauschbar. Der Grund wird wohl sein, dass der PS3-Controller im Vergleich zur 360 um einiges kleiner geraten ist. Habe ich noch bis vor drei Jahren auf dieses Design geschwärmt, finde ich nun im direkten Vergleich den 360-Controller ergonomisch besser, er wirkt weiter entwickelt. Besonders auffällig ist, dass die Trigger beim PS3-Controller (also die Tasten L2 und R2) deutlich weniger Halt für die Zeigefinger bieten als bei der Konkurrenz. Ich habe den Eindruck, dass diese ziemlich kurzfristig vor Serienanlauf eingebaut wurden. Das gleiche gilt für die Sixaxis-Techlogoie. Der PS3- Controller ist mit Sensoren ausgestattet, die den Neigungswinkel feststellen können. Das kommt Wii-Benutzern vermutlich bekannt vor, nur das bei der Wii auch die Position der Controllers im Raum erkannt werden kann und die Beschleunigung. Da die PS3 so etwas wie die Sensor Bar der Wii nicht hat, fehlen diese Funktionen. Dafür fehlt dem PS3-Controller die Rumblefunktion. Hieß es zunächst bei Sony noch, das man das nicht mehr anbieten möchte, weil die Spieler das angeblich nicht mehr brauchen, hat sich das in jüngster Zeit geändert. Nachdem ein Rechtsstreit mit der Firma Immersion beigelegt ist, wird in Kürze eine Dual-Shock Version des Controllers bei uns in den Handel kommen, die die Sixaxis-Funktion allerdings auch beibehält. Weil Immersion Patente an der Rumble-Technologie hat, ist wohl eher der Rechtsstreit der Grund für die Verzögerungen gewesen.

 

Ich kann mich im Ergebnis nicht gegen den Eindruck wehren, dass Sony mit dem Controller die eierlegende Wollmilchsau entwerfen wollte, hier das original PlayStation Design, da noch eine Prise 360-Triggertasten, und noch ein bisschen Wii obendrauf. Der Controller an sich ist gar nicht so schlecht, aber die zusätzlich aufgesetzt wirkenden Features hätte man entweder gründlicher einbauen sollen von Beginn an, oder das Controller-Design deutlicher überarbeiten. Microsoft hat da in der Vergangenheit bei der Evolution vom Xbox-Controller mehr Geschick bewiesen, wenn man den Sprung vom Ur-Xbox.Controller über die kleinere S-Version bis hin zum 360 Gamepad bedenkt.

Soviel zu den Ersteindrücken, in Teil 2 werde ich mich näher mit dem Software-Angebot der beiden großen Rivalen beschäftigen.

 

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