Doom 1 und Doom 2 werden aus dem Index der BPjM entfernt

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Wenn man den Nachrichten Glauben schenken darf, die sich seit heute Abend wie ein Lauffeuer auf Twitter und den Seiten einiger Zeitschriften verbreiten, dann werden zwei spielerische Urgesteine der PC-Welt in Kürze (sprich morgen) aus dem Index der BPjM per Mitteilung über die 131. Ausgabe des Bundesanzeigers entfernt. Wir reden von keinen geringeren Titeln als Doom I und Doom II. Ausgenommen ist angeblich nur die US-Fassung von Doom 2, weil dort bestimmte Teile eines nicht nennbaren Vorgängerspiels zu sehen sind. Wenn man sich die weiteren Listenstreichungen anschaut, dann findet man auch so inspirierende Filmtitel wie „Vollendung der Liebestechnik“ oder „Wang Yu – Der Karatebomber„. Im 131. Bundesanzeiger ist offenbar für fast jeden Geschmack etwas dabei.

Kurze Rückblende: Der erste Teil von Doom wurde am 10. Dezember 1993 veröffentlicht und hat das Genre des Egoshooters auf dem PC ganz entscheidend vorangebracht. Nach dem Pixelbrei und der bestenfalls annähernd dreidimensionalen Darstellung des Vorgängerspiels von id Software (das hierzulande nach wie vor beschlagnahmt ist) brachte Doom eine bis dahin unerreichte Grafikqualität . Die Level waren grafisch ihrem Vorgänger Lichtjahre voraus, sie boten weitläufige Areale,  unheimliche Korridore, Licht und Schatteneffekte sowie wesentlich verbesserte Texturen. Dazu kam von der Kettensäge bis hin zur ultimativen BFG9000 ein umfangreiches Waffenarsenal, mit dessen Hilfe wahre Heerscharen von verschiedenen Monstern darauf warteten, mit viel versprühtem Ketchup ins digitale Jenseits befördert zu werden. Kombiniert mit einer atmosphärischen Musik wurde auch auf damals bezahlbaren Systemen wie den 386ern ein intensives Spielerlebnis mit vielen Schreckmomenten geboten.

Das Sahnehäubchen war der gut funktionierende Mehrspielermodus, bei dem sich per Netzwerk oder (Null)Modem die Spieler gegenseitig virtuell ans Fell gehen konnten. Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass Doom einer der ersten Auslöser der Welle von LAN-Parties war, die in den folgenden Jahren unzählige Spieler dazu veranlassten, am Wochenende Kraft und Mühe aufzuwenden um den heimischen PC samt Monitor und Zubehör zu einer dieser Privatveranstaltungen zu schleppen. Das schiere Gewicht von Big-Towern und Röhrenmonitoren war damals noch echter Nerd-Kraftsport.

Diese bis dahin unerreichte Spielqualität begeisterte auch hierzulande viele Zocker, die sehr grafische Darstellung des Ablebens der diversen Gegner sorgte jedoch auch für kontroverse Diskussionen über den Gewaltgehalt in PC-Spielen. Das rief auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften auf den Plan (ja, die hießen damals noch so), und der Titel landete am 31. Mai 1994 auf dem Index.

Doom II kam am 10. Oktober 1994 auf den Markt und bot bei nahezu identischer Technik einen frischen Schwung neuer Levels und mit der doppelläufigen Schrotfinte die wohl bis heute berühmteste Gegnerbeseitigungsvorrichtung der Spielegeschichte. Auch dieser Titel wurde von der BPjS kassiert und auf den Index verbannt.

Warum Zenimax, die Besitzer von id Software, ausgerechnet jetzt eine Löschung beantragt haben, bleibt unklar. Mit dem Fortschreiten der Technik im PC- und Konsolenbereich wirkt die Grafik von Doom heutzutage bestenfalls comichaft und wird vermutlich erwachsene Spielerseelen nicht mehr so stark belasten wie noch vor 17 Jahren. Titel sind normalerweise grundsätzlich 25 Jahre lang auf dem  Index, eine vorzeitige Lösung ist erst nach entsprechendem Antrag und Prüfung  frühestens nach 10 Jahren möglich.

Die Löschung betrifft auch die zahlreichen Portierungen auf andere Systeme, wie z.B. der ersten XBox. Es bleibt zu hoffen, dass international bereits verfügbare Versionen von Doom wie z.B. auf Xbox Live oder Steam jetzt auch den deutschen Kunden zugänglich gemacht werden, damit man diese Titel auch auf moderner Hardware ganz legal kaufen und spielen kann. Bei einem Verkaufserfolg dieser beiden Klassiker könnten auch andere Publisher ermutigt werden, für andere indizierte Meilensteine eine vorzeitige Löschung anzustreben. Aus Spielersicht wäre das wirklich zu begrüßen. Hail to the king, baby!

Von zerkratzten Xbox-DVDs und gekochten Katzen – Die wundersame Welt der Produkthinweise

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Schon seit längerem gibt es immer wieder Beschwerden, dass die Xbox 360 Spiele-DVD´s verkratzt. Anfangs wurde gerne behauptet, dass das von selbst passiert, also ohne weiteres Zutun des Benutzers. Im Endeffekt stellte sich heraus, dass die allermeisten Fälle daher kamen, dass die Xbox 360 im laufenden Betrieb bei rotierender Disc bewegt oder umgestellt wurde. Wahnsinnig alter und kalter Kaffee also, und schon direkt beim Produktlaunch in 2005 ausführlich besprochen. In den USA hat sich diese Geschichte immer weiter aufgeschaukelt, nun hat eine Gruppe Spieler Microsoft wegen diesem „Produktfehler“ verklagt. Der Hersteller der Xbox 360 hätte von vornherein etwas gegen diesen Umstand tun sollen, so die Kernaussage des laufenden Verfahrens. Angeblich weiß Microsoft seit 2005 von diesem Problem. Hier ein Zitat von Golem.de:

„MS-Ingenieure hätte das Problem bereits 2005 erkannt und Vorschläge zu seiner Lösung erarbeitet. Allerdings hätten alle drei Nachteile gebracht: Eine zusätzliche Magnetsicherung hätte den Lademechanismus der DVD gestört, eine reduzierte Rotationsgeschwindigkeit für längere Ladezeiten gesorgt und zusätzlich angebrachte Gumminippel hätten Gesamtkosten in Höhe von bis zu 75 Millionen US-Dollar verursacht. Stattdessen habe Microsoft in den USA ein Umtauschprogramm für beschädigte Spiele-DVDs gestartet, bei dem der Kunde allerdings 20 US-Dollar pro Datenträger beisteuern muss.“

Microsoft wehrt sich nun gegen diese Vorwürfe, es gäbe entsprechende Hinweise, dass die Konsole nicht im laufenden Betrieb beim Abspielen von DVD´s bewegt werden darf. Die Warnung sei auf der Discschublade als Aufkleber und müsse vor dem ersten Betrieb entfernt werden, und es gäbe Warnhinweise in der Anleitung und im Internet.

Wie dieses Verfahren letztendlich ausgehen wird, ist noch offen. Wenn man sich allerdings vor Augen führt, dass es umfangreiche Warnhinweise gibt, stellt sich die Frage nach dem Sinn dieses Verfahrens. Eine DVD im Xbox 360 Laufwerk rotiert mit etwa 1.000 Umdrehungen pro Minute. Das ist ziemlich schnell. Und die Gesetze der Physik besagen nun einmal, dass ein Kreisel (und die DVD ist in dem Moment nichts anderes als das) der rotiert, nun einmal bei Bewegungen von außen trotzdem versucht, auf seiner Rotationsachse zu bleiben. Ich kann mich noch sehr gut an den Drehkreisel erinnern, den ich im Kindergarten hatte. Da war es auch schon eine schlechte Idee, in die Rotation einzugreifen, wenn man sich nicht die Finger hauen wollte.

In den USA hat es schon viele Produkthaftungsprozesse gegeben, die aus europäischer Sicht irgendwo zwischen „seltsam“ oder auch „wahnsinnig“ anzusiedeln sind. Die Beispiele, wo ein Besitzer sein Haustier in der Mikrowelle trocknen wollte, oder die Frau, die sich im Auto mit Kaffee verbrüht hat, sind urban legends und wirtschaftsrechtliche Anekdoten zugleich. Ein Glück für Produkthersteller: Längst nicht jeder Fall wird in den USA von den Gerichten akzeptiert (97 % Abweisungsquote), oder es wird sich außergerichtlich geeinigt ( 16%). Wer sich dafür ein bisschen mehr interessiert, findet hier eine Quelle zum Einstieg.

Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack, muss man wirklich vor jeder noch so offensichtlichen Gefahr warnen? Kaffee ist nunmal meistens heiß wenn er serviert wird, und die Xbox 360 ist nunmal eine stationäre Konsole und kein Portable. Und wie kann es sein, dass man einen Aufkleber mit einer deutlich zu lesenden Warnung entfernt, ohne ihn zur Kenntnis zu nehmen? Ich meine, in den meisten Fällen gebietet der gesunde Menschenverstand eine generelle Vorsicht. Wer etwas kauft, sollte sich auch damit auseinandersetzen. Wenn vor jeder potentiellen Gefahr gewarnt werden müßte, dann dürfte niemand mehr Auto fahren, und auch die Bedienung eines Computers wäre für sich genommen viel zu gefährlich. Deswegen bin ich über die hohe Abweisungsquote beruhigt, und ich hoffe, dass die aktuelle Klage vor Gerichtnicht  durchkommt. Ich werde jetzt erstmal meine Katze saubermachen. Natürlich in der Waschmaschine 😉

Xbox 360 Jasper-Test bei Golem.de – Laut sparen?

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Die Redaktion von Golem.de hat eine Xbox 360 mit dem aktuellsten Jasper-Board getestet. Dabei kamen einige interessante Fakten heraus, hier die Kurzfassung:

  • Man kann die Jasper Boards entgegen früheren Informationen von diversen Webseiten  NICHT mit Sicherheit an der LOT-Nummer erkennen.
  • Die einzigen sichtbaren Unterschied von Außen sind ein minimal geänderter Anschluss vom Netzteil und die Angabe von einer Stromstärke von 12,1 Ampere auf der Verpackung. Offenbar spart das neue  175 W Netzeil einige Watt Strom,  kann aber möglicherweise nicht bei allen älteren Xbox 360-Generationen eingesetzt werden.
  • Die neue Xbox 360 Revision ist offenbar nicht wirklich leiser als noch das Falcon-Design. Der neu verkleinerte Grafikchip bringt in dieser Hinsicht keine neuen Vorteile, wobei nach wie vor das Laufwerk den größten Teil der Geräuschkulisse verursacht. Glücklicherweise ist das seit NXE und der optionalen HDD-Installation von Spielen kein großes Thema mehr
  • Die neuen Jasper-Konsolen sind auf jeden Fall stromsparender: Bei GTA 4 waren es unter Vollast 107 Watt (statt bisher 130 Watt bei Falcon), bei „Ruhe“ auf dem Dashboard 87 statt 102 Watt. Das Abspielen einer HD-DVD verbrauchte 86 Watt statt 95 Watt.
  • Die Jasper-Konsolen haben 256 MB Flash-Speicher integriert, von außen ist das nicht erkennbar. Bei den Versionen mit Festplatte ist das ohnehin nicht möglich. Ob diese dann ebenfalls den internen Speicher haben, konnte ich nicht herausfinden, es ist jedoch wahrscheinlich.

Alles in allem hat das Update nicht ganz soviel gehalten, wie man es im Vorfeld erwartet wurde. Bei dem Geräuschpegel wäre sicherlich noch mehr Luft nach unten hin gewesen, das neue Board spart Microsoft in erster Linie Produktionskosten. Trotzdem ist nicht zu verachten, dass der Kunde durch die generell niedrigere Leistungsaufnahme Geld spart. Wer also noch keine Xbox 360 hat, dem kann man die neue Jasper-Revision vorbehaltlos empfehlen. Alle anderen müssen da schon mit dem spitzen Stift rechnen, ob ein Wechsel sich lohnt.

Zu dem kompletten Bericht bei Golem.de geht´s hier.

Neuigkeiten für Couch Potatoes – PS3 Firmware 2.53 erschienen

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Wer gerne via PS3 Youtube-Videos auf der Couch anschauen möchte, darf sich freuen. Seit heute gibts das Firmwareupdate auf die Version 2.53, die die Darstellung von Flash-Videos nun auch im Vollbild ermöglicht. Bisher war das insbesondere bei kleineren Videos nicht wirklich praktisch, weil man bei einer Konsole typischerweise nicht so nah am Bildschirm hockt wie bei PC/Mac.

Ein weiteres Feature ist die Untersützung von RMTP-basierten Livestreams. Vollständig ausgeschrieben heißt das Protokoll Reliable Multicast Transport Protocol, es ist eines der am weitesten verbreiteten Protokolle für Streams, insbesondere bei Live-Inhalten.

News gefunden bei Golem.de.

Assassin’s Creed 2 – Entwicklung offiziell bestätigt

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Gute Nachrichten für alle Freunde von Altair: Bei der Präsentation der Geschäftszahlen hat Yves Guillemot, seines Zeichens Chairman und CEO von Ubisoft, offiziell die Entwicklung von Assassin’s Creed 2 bestätigt. Nach dem großen Erfolg vom ersten Teil, der sich gut 5 Millionen mal verkauft hat, war eine Fortsetzung ohnehin Pflicht. Mehr offizielle Informationen gibt es bislang dazu nicht, jedoch hat sich in der Story von Assassin’s Creed angedeutet, dass daraus durchaus eine Serie werden kann, die über mehrere historische Epochen geht. Um hier nicht das Ende von Teil 1 zu spoilern, werde ich darauf nicht näher eingehen.

Für Teil 2 gibt es laut Golem.de von einem Analysten die Information, dass der Spieler diesmal die Zeit der Kreuzzüge verlassen wird, und statt dessen ins 18. Jahrhundert versetzt wird. Wie passend, dass in dieses Jahrhundert die französische Revolution fällt (1789 bis 1799). Es wird spekuliert, dass die Handlung dementsprechend zu einem Großteil in Paris, Versailles und dem Umland spielen könnte. Ebenfalls ins Spiel werden in dem Artikel die Länder gebracht, die zu der Zeit eine Koalition gegen Frankreich gebildet haben: Preußen, England, Italien, Spanien, Portugal. Dort könnte ein weiterer Teil der Szenarien zu finden sein.

Spannend ist diese Epoche allemal, ohne hier zu sehr ins Detail abzudriften, sei nur gesagt, dass es wohl keine andere Epoche in Europa gegeben hat, die so tiefe und nachhaltige Spuren hinterließ. Allein schon der Aufstieg Napoléons, die Abschaffung des Ständestaats und die Aufklärung bieten schon eine Menge an historischem Stoff. Dazu kommen noch die blutigen Schlachten, der Terror in dieser Zeit und die Putschversuche. Das alles ergibt einen sehr explosiven Mix, in diesem Umfeld wäre ein weiterer Assassinen-Vorfahre von Desmond Miles, der eigentlichen Hauptfigur, wirklich gut vorstellbar. Allerdings ist noch abzuwarten, dass dieses historische Zeitfenster von Ubisoft noch bestätigt wird. Immerhin: Es gibt bislang auch kein Dementi von offizieller Seite. Insbesondere die Vorstellung, dass das Spiel im historischen Frankreich spielt und Ubisoft bekanntermaßen ein französischer Publisher ist, lässt die jetzigen Spekulationen ziemlich glaubwürdig erscheinen.

Laut der News können wir damit rechnen, dass das Spiel 2009 auf der hauseigenen Messe „Ubidays“ vorgestellt werden wird, womit ein Release im Jahr 2009 ebenfalls in greifbare Nähe rückt.

Mich würde das sehr freuen. Ich habe den ersten Teil regelrecht verschlungen und war von der hervorragenden historisch angehauchten Atmosphäre, der spannenden Story und der sehr guten Spielbarkeit vom ersten Augenblick an fasziniert. Daran konnten auch die im Spielverlauf teilweise sehr ähnlichen Missionen nichts mehr ändern, für mich war es das Spiel des Jahres 2007. Wenn Ubisoft sich die kleinen Schwächen noch zur Brust nimmt, kann eigentlich für den nächsten Hit nicht mehr viel schiefgehen. Ich freue mich schon auf die nächsten Informationshäppchen, die Vorfreude wächst.

Ein paar Worte noch zu den eingangs erwähnten Geschäftszahlen, die auch hier nachzulesen sind:

Es handelt sich um die Zahlen des ersten Geschäftshalbjahres. Der Umsatz ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 31,8 % gestiegen, auf insgesamt 344,5 Millionen €. Das wird unter anderem auf Umsatzsteigerungen bei den Casual Games zurückgeführt, die mitlerweile 35,4% (!) der Gesamtverkäufe ausmachen. Das ist sehr viel, wenn man bedenkt, dass der Anteil bei Ubisoft in der Vorjahresperiode noch 14,5% betrug. Schön zu sehen, dass Ubisoft trotzdem die großen Core-Gamer Spiele nicht vergisst. Gerade mit FarCry 2 haben sie erst einen weiteren sehr erfolgreichen Titel in den Markt eingeführt. Ubisoft konnte den operativen Gesamtgewinn um mehr als 50% hochschrauben. Der kletterte nämlich auf 24,7 Millionen Euro. Alles in allem sind das Zahlen, die auf ein gesundes Unternehmen hindeuten. Wer sich mehr für die Details interessiert, in dem dazu passenden Presseartikel findet sich eine PDF-Datei mit allen Zahlen.

NXE ist angekommen – ein erstes Resümee

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Die lange Zeit des Wartens ist vorbei: Seit heute verteilt Microsoft das bis dato umfangreichste Update für das Dashboard der Xbox 360. Zu keinem Konsolen-Update gab es bisher so einen großen Rummel im Internet, der mit wildesten Gerüchten vorab begann und in geleakten Updates seinen zweifelhaften Höhepunkt fand. Jetzt also kommen wir alle in den Genuß dieser großen Aktualisierung. Bei Golem.de gibt es dazu einen umfangreichen Artikel, der sich auch mit zwei handfesten Bug befasst. Zum einen kann eine aktualisierte Xbox momentan nichts mit Festplatten anfangen, die noch mit dem alten Dashboard zuletzt benutzt wurden. Es kommt zu einen Absturz als Folge. Ich hätte hier noch eine 20 GB-Platte rumliegen, die seit dem Update auf das 120 GB-Modell keinen echten Sinn mehr hat, aber probieren möchte ich das trotzdem nicht 😉

Bug Nr. 2 betrifft die Arcade Games: Es kommt gelegentlich vor, dass das System meint, man habe ein bereits gekauftes Arcade-Spiel doch nicht als Vollversion, und es wird der Kauf empfohlen. Das ist natürlich Unsinn, und Boris Schneider-Johne (Produkt Manager für die Xbox bei Microsoft Deutschland) geht in seinem Blog davon aus, dass der Fehler „in Kürze behoben“ sein wird. Der Bug ist ohnehin nicht besonders schwerwiegend, wenn man die vermeintliche Demoversion vom Arcade-Spiel dann startet, wird man alle Features der Vollversion nutzen können.

Nun zu meinem persönlichen Eindruck. Ich gebe es gern zu, was Menüs angeht bin ich ein eches Gewohnheitstier, und die XNE-Screenshots, die schon lange vorab im Netz zu bewundern waren, zeigten wie radikal die Änderungen am Dashboard jetzt tatsächlich sind. So etwas hat sich kein Konsolen-Hersteller bislang getraut. Umso mehr war ich positiv überrascht, wie schnell die neue Menüführung doch von Hand geht. Es hat keine zwei Minuten gebraucht bis ich mit der Oberfläche heimisch geworden bin. Die Option, über die Guide-Taste die alte Oberfläche doch wieder aufzurufen habe ich nur einmal aus Spaß genutzt, nicht etwa weil sich Opa Roland in den Menüs verlaufen hat.

Besonders bemekenswert ist die Geschwindigkeit, mit der die Arcade-Games jetzt gelistet werden, es dauert keine Sekunde mehr, bis alles da ist. Generell ist alles noch eine Ecke fixer geworden. Wirklich alles? Im Moment leider nicht, ich konnte auf dem Marktplatz heute abend keine Spieledemos herunterladen, mit der Fehlermeldung das die jeweiligen Inhalte nicht verfügbar sind. Bei den Arcade Games klappte das dann doch noch, wenn auch die Navigation durch die Menüpunkte bis der Download gestartet war, jeweils ziemlich lange Ladezeiten hatte. Ich vermute, dass momentan wegen dem Update mehr User als sonst online sind und genau dieselben Sachen wie ich vorhaben. Die Situation sollte sich im Laufe der Woche wieder entspannen.

Das neue Avatar-System ist ohne Zweifel eine Investition in eine längere Zukunft für die Xbox Plattform, ganz offenbar möchte man mit Nintendo in diesem Bereich gleichziehen. Noch gibt es außer der Party Funktion und einigen Arcade-Games nicht so viele Einsatzgebiete für die neuen Alter Egos, aber das wird sich mit Sicherheit bald ändern. Der Prozess der Avatar-Erstellung ist auf jeden Fall sehr amüsant gemacht, ich hatte viel Freude meine persönliche kleine Figur zusammenzubasteln und es gibt jetzt schon viele witzig gemachte Styling-Elemente. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die ersten T-Shirhts oder Accessoires passend zum aktuellen Lieblingsspiel auf dem Marktplatz auftauchen. Ich bin von mir selber verblüfft, wieviel Zeit ich doch am Anfang dieser kleinen Kreatur gewidmet habe. Durch diesen neuen Niedlich-Faktor dürfte Microsoft jetzt noch mehr bei den Kunden punkten, die auch die Mii´s mögen.

Das für mich interessanteste Feature ist auf jeden Fall die optionale HDD-Installation von Spielen. Der Kopierprozess dauert bei den Spielen, die ich ausprobiert habe, nur ein paar Minuten. Danach muss die Disk nur noch aus Kopierschutzgründen im Laufwerk liegen, und das Spiel wird von der Festplatte geladen. Und was soll man sagen, die Xbox ist vom Geräuschpegel her nicht mehr wiederzuerkennen. Kein lautes Laufwerksrauschen mehr (außer ein paar Sekunden beim Spielstart), und dazu noch schnellere Ladezeiten. Damit schließt Microsoft deutlich zu Sony´s PS3 auf, die zwar immer noch leiser ist, aber nicht mehr so deutlich wie das vor dem Dashboard-Update der Fall war. Und es gibt keinen Installations-Zwang. Einen Blockbuster mit leiserem Geräuschpegel zu spielen, und die „Zwischendurch-Games“ von der DVD, das ist doch eine sehr schöne Wahl.

Insgesamt bin ich mit dem Update hochzufrieden, wenn bei uns in Deutschland dann auch mit etwas Verspätung die Community Games neu dazukommen, hat Microsoft mit diesem Update deutlich bewiesen, wie sehr man eine Konsole über die Oberfläche aufwerten kann. Von den großen Drei im Konsolenbusiness hat Microsoft in der Hinsicht meiner Meinung nach aktuell jetzt die Nase vorn. Insbesondere Sony muss aufpassen, nicht zu sehr ins Hintertreffen zu geraten. Deren große Neuerung names Home lässt schon lange auf sich warten und wurde mehrfach verschoben. Laut den letzten Gerüchten sollte Home auch heute öffentlich verfügbar sein. Aber es blieb dann letztlich doch leider nur beim Gerücht. Ich hätte gerne einen Wettlauf der Konzepte gesehen.

Neues Firmware Update 2.52 für die PS3 ab sofort verfügbar

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Bei Sony wird weiterhin fleissig an der Firmware für die PS3 gearbeitet. Ohne große Vorankündigungen ist heute die neue Firmware 2.52 erschienen. Auf den ersten Blick hat sich nichts verändert, es gibt einige Detailverbesserungen:

  • die Abspielqualität von PS3 Titeln ist verbessert (was auch immer damit genau gemeint ist)
  • ein Problem mit der Texteingabe über Onscreen, USB- und Bluetooth-Keyboards wurde behoben
  • Videoinhalte, die mit 59,94 Hz aufgezeichnet wurden laufen jetzt auf allen Fernsehgeräten

Mehr war zu diesem Update nicht zu erfahren, ich denke erst mit der Einführung von Home steht das nächste größere Update an. Gerüchte reden aktuell vom 19. November als Einführungstermin für eine offene Beta. Das wäre am selben Tag, an dem auch NXE, also das große Dashboard-Update für die Xbox 360 kommen soll. Falls die Gerüchte stimmen, würde ich nicht unbedingt von einem Zufall ausgehen 😉

Fundstück der Woche: Werden bald auch Gesellschaftsspiele indiziert?

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Ich habe lange überlegt, was ich zu diesem Spot schreiben kann. Ehrlich. Aber vor lauter Lachen fällt mir nichts mehr dazu ein :-) Man beachte auch die „BAVARIA“-Klamotten. Bin ich der einzige, der da an die CSU denken muss?  😉

Interlacing bei neuer PSP 3000 soll ein „Feature“ sein

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Ich bin ein wenig irritiert. Bei der neuesten PSP-Revision (3000) gibt es ein neues Display, das heller ist als bei den Vorgängermodellen. Das sind prinzipiell erstmal gute Nachrichten, auch wenn´s die Akkulaufzeit 20-30 Minuten verkürzt. Wer das nicht mag kann die Helligkeit ja auch reduzieren.

Jetzt sind aber im Netz Berichte von Usern aufgetaucht, die von einem Interlacing-Effekt bei dem neuen Display berichten. Hier ist eine Quelle, wo man das sieht.

Auf Nachfrage bei Sony gab es die Antwort, das es ein „Feature“ sei und das ein Software-Patch nicht in Planung ist, weil es an der Hardware liegt. Das stimmt mich ziemlich nachdenklich, wenn ich mir das Vergleichsbild in der Quelle anschaue. Natürlich darf man nicht vergessen, dass mit dem Wort „Feature“ anders als bei uns nicht zwangsläufig eine Art von nennenswertem Vorteil gemeint sein muß (wie oft auf Verpackungen von Elektrogeräten angepriesen); man könnte das in diesem Fall eher mit „Eigenschaft des Displays“ übersetzen. Es verursacht eben dieses Interlacing. Ich habe noch kein aktuelles 3000er Modell in den Händen gehabt, um es mir selbst „live“ anzuschauen, aber so wie es aussieht bin ich mit meiner „Ur“-PSP vom September 2005 displaytechnisch besser dran. Mal schauen, wie sich diese Geschichte entwickelt, das paßt irgendwie nicht zu Sony´s Premium-Anspruch bei der PSP.

Media Control: Kräftige Umsatzsteigerungen bei Videospielen

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Media Control hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben, aus der hervorgeht, dass der Videospielmarkt scheinbar keine Konsumflaute oder Finanzkrise kennt. Hier die Pressemitteilungen in Häppchen und jeweils meine Einschätzung dazu.

„Videospiele gehören in Deutschland zu den beliebtesten Freizeitmedien. Im dritten Quartal 2008 stiegen die Umsätze mit Konsolensoftware auf 131 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 17,5 Prozent zum gleichen Vorjahreszeitraum, wie media control GfK auf Basis des wöchentlichen Panelmarktes mitteilt. Insgesamt 3,7 Millionen Spiele kauften Verbraucher zwischen Juli und September 2008 – ein Plus von 10,0 Prozent. „Der Markt profitiert von der stetig wachsenden Fangemeinde der Videospiele“, sagt Ulrike Altig, Geschäftsführerin von media control GfK.“

17,5 Prozent  Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr sind schon ein starkes Brett. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals zuvor so ein hohes Marktvolumen in der Branche gesehen haben, weder in den 90ern, noch auf dem Höhepunkt des ersten Konsolenbooms vor dem großen Crash 1983. Und der heutige Markt ist mit dem von 1983 nur wenig vergleichbar, damals gab es schlicht zu viele schlechte Spiele, und die Heimcomputer holten die Konsolen leistungsmäßig ein. Natürlich waren das nicht die einzigen Gründe, aber beide sind auf dem heutigen Markt nicht relevant. Richtig schlechte Ausschußware gibt es aktuell eigentlich kaum (je nach Geschmack), und der PC ist immer weniger ein Benchmark für die Konsolen, die sich von diesem weitgehend emanzipiert haben.

„Der Nintendo DS ist mit aktuell 36,4 Prozent Anteil an der Gesamtverkaufsmenge aller Videospiele eindeutiger Marktführer bei der Software. 1,4 Millionen Spiele (Q3 2007: 1,2 Millionen) gingen im abgelaufenen Quartal für den Handheld über die Ladentheken. Für Sonys PlayStation 2 (PS2) wurden knapp halb so viele Spiele verkauft. PS2-Software hielt sich mit 17,4 Prozent Mengenanteil auf Rang zwei. Software für die Next-Generation-Konsole Nintendo Wii erreichte 15,0 Prozent Anteil. Zusammen mit der DS erzielten die beiden Nintendo-Konsolen im dritten Quartal über 50 Prozent Marktanteil bei der Software.“

Die Zahlen zum DS sind keine wirkliche Überraschung und schon seit mehreren Quartalen auf einem hohen und stetig steigendem Niveau. Auffällig ist, dass nach wie vor der „Oldie“ PS2 vor allen Next-Gen Konsolen (ohne Handhelds) liegt, wie man auch weiter unten sieht. Die Softwareentwicklung für die PS2 ist mittlerweile vergleichsweise kostengünstig und einfach, viele Titel sind mittlerweile eine Art Low-Budget Umsetzung von Titeln für die „großen“ Konsolen und erreichen damit ein anderes Marktsegment. Das verspricht nach wie vor ein lukratives Geschäft für Third Party Entwickler. Schlecht hingegen ist das eigentlich für Sony (und auch Microsoft), denn diese Kunden haben nicht den Anspruch der Core-Gamer nach neuester Technik und sind dementsprechend schwerer davon zu überzeugen, sich Xbox 360, PS3 und Co zuzulegen. Besonders ärgerlich: Die aktuellen PS3-Modelle können keine PS2-Spiele abspielen, damit dürfte Sony Kunden verlieren, die die PS3 als Upgrade in Erwägung ziehen könnten. Sony muss aufpassen, dass sie sich mit der PS2 nicht eine Art Windows XP im eigenen Haus schaffen und die Kunden bis zur nächsten Konsolengeneration „aussetzen“, wie Microsoft das bei den Betriebssystemem für den PC mit dem (oft zu unrecht gescholtenen) Windows Vista gerade erlebt. Das bedeutet im Klartext: der Preis für die Konsole müsste runter, und noch mehr Spiele für die breite Masse her.

„Auch Softwareabsätze für die stationären Next-Gen-Konsolen Sony PlayStation 3 (PS3) und Microsoft Xbox 360 legten zu. Die Zahl der verkauften PS3-Spiele vervierfachte sich im dritten Quartal 2008 zum Vorjahr. Auf sie entfielen mit 10,8 Prozent Anteil an der Gesamtverkaufsmenge die viertgrößten Marktanteile. Platz fünf belegt Xbox-360-Software mit 7,0 Prozent.“

Im direkten Vergleich zu Microsoft steht Sony aktuell etwas besser da, eine Vervierfachung der Softwareverkäufe im Vergleich zum Vorjahresquartal ist schon eine deutliche Marke. Microsoft hat mit den jüngsten Preissenkungen schon darauf reagiert, und auch deren Verkäufe haben angezogen. Ich bin sehr gespannt, wie sich beide Konsolen im Weihnachtsgeschäft schlagen, Sony hat aktuell den höheren Marktanteil, was den Softwareverkauf angeht; Microsoft hingegen einen deutlichen Preisvorteil, der sich auch mit Nintendo´s Wii messen kann.

„Ulrike Altig zu den aktuellen Entwicklungen: „Dank innovativer Konzepte erschließen die Hersteller und Publisher erfolgreich neue Zielgruppen.“ So war „Wii Fit“, ein neuartiges Sport- und Fitnessspiel, der Topseller im dritten Quartal. Dahinter landeten „Mario Kart Wii“ und „Super Smash Bros. Brawl“ auf dem Treppchen. „Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging“ für Nintendo DS kam auf Rang vier ins Ziel.“

Nintendo hat, was Innovationen für die breite Masse angeht, eindeutig den richtigen Riecher gehabt. Die Frage ist, wie sich dieser Trend weiterentwickelt, speziell wenn man bedenkt, dass es nicht nur Casual Gamer da draußen gibt. Diese wollen mit anspruchsvollerer Software bedient werden, die in der Entwicklung deutlich teurer ist und damit ein höheres unternehmerisches Risiko bedeutet. Sony´s Home und das große Dashboard-Update für Xboc 360 zielen ziemlich direkt ebenfalls auf diese neue Kundengruppe, es darf als sicher gelten, dass sowohl Sony als auch Microsoft verstärkt die Erfolgskonzepte von Nintendo übernehmen werden. Solange es auch weiterhin guten Nachschub für die Core Gamer gibt, und die Spiele für die Casuals innovativ sind, sehe ich da kein Problem. Aber zur Erinnerung: 1983 ist unter anderem auch deswegen passiert, weil es zu viele Spiele gab, die zu ähnlich waren und zu anspruchslos. Das sollten alle drei Konsolenhersteller im Hinterkopf behalten. Es sind die wirklich guten Spiele, die Meilensteine, die die Branche vorwärts gebracht haben. Und es war die Masse an schlechter Software, die auch schonmal den Markt zusammenbrechen ließ.

(News gefunden bei Golem.de)

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